Mrz 9 2010

PES 2010 vs. Fifa 10 im Schnelltest

Wir schreiben das Jahr 2010. Erst mal unspektakulär. Bedeutet aber, dass ich die Fußballserie von Konami quasi seit deren Entstehung kenne. Auf Super Nintendo, PSX, PS2, PS3. Beeindruckend. Für Nerds!

Was mich übrigens seit jeher stört ist der Fakt, dass die Spiele jedes, aber auch wirklich jedes Jahr neu aufgelegt werden. Hat es bis vor 5 Jahren vielleicht noch einen Grund gegeben, da sich die Grafik stetig weiterentwickelt hat, stagniert es ein wenig seitdem. Ein Turnus von 2 Jahren wäre für mich also angenehmer, auch für die Qualität des Produkts, aber mich fragt ja keiner. Und so verdient man halt mehr Geld. Und Konsolenfußballer vergessen schlechte Jahre auch schneller als Sportdirektoren ihre Bekenntnisse zu schwächelnden Trainern.

Im Goldenen Herbst 2009 sollte ein alter Bekannter, welchen ich lange nicht gesehen habe, einen neuerlichen (metaphorischen) Frühling durchleben: Fifa 10! Nach langem hin und her und vielem Hadern und Ärgern über die Situation habe ich mir dann tatsächlich Fifa 10 gekauft. Hat mich selbst ein wenig gewundert, seit Fifa 2000 hatte ich keine Auflage der amerikanischen Spieleschmiede besessen.

So gingen dann die letzten Wochen des Jahres ins Land, aus Herbst wurde Winter. Und so besinnlich die Weihnachtszeit (mit Fifa) auch war, so eisig wurde der Beginn des neuen Jahres. Wörtlich und im übertragenen Sinne. Fifa 10 hat mir ab einem gewissen Zeitpunkt keinen Spaß mehr bereitet.

Warum? Positiv an Fifa 10 sei erst mal zu erwähnen, dass die Spieler sehr dynamische und realistische Bewegungen beherrschen. Hat mich wirklich beeindruckt. Die Animationen waren allesamt gelungen. Auch das Einführen des 360°-Systems war (und das hätte ich nicht gedacht) ein Mehrwert fürs Spiel.

Was mir auf Dauer nicht so gefallen hat, waren diese Punkte:

  • Spielaufbau beschränkt sich auf nach vorne Rennen, Angriffe waren zumeist Sprintattacken, die Tore entstanden größtenteils durch gleiche Situationen (guter Pass in die Spitze, 1on1 auf der Außenbahn)
  • Das effektive Verteidigen ist schwerlich möglich, da die Verteidiger klar im Nachteil sind.
  • Die Vielfalt an Tricks und Styles ist zwar toll, aber unrealistisch und überzogen effizient.
  • Flanken bzw. Kopfballtore sind größtenteils unmöglich, weil das Flankensystem das schlechteste in 15 Jahren Fifa ist.
  • Die Gesichter der Spieler sahen aus wie vor 10 Jahren. Absolut schlecht (vor allem im Vergleich zu PES2010)
  • Trotz gefühlter Milliarden an Lizenzen fehlen manche Nationen wie Ghana oder Serbien. Wie soll man als Deutscher da schon mal die WM spielen?

Das waren im Endeffekt die Punkte, die mich dazu bewogen haben, Fifa 10 gegen PES2010 zu tauschen.

Enttäuscht wurde ich nicht. Einige Dinge, die mir hier aufgefallen sind:

  • Das Spiel ist meiner Meinung nach etwas zu schnell, das (Achtung: neudeutsch) Vertikalspiel wird dadurch forciert, aber manchmal auch hektisch. In der Hinsicht gab es schon bessere Versionen
  • Die Gesichter sehen natürlich granatenstark aus. Wahnsinn, wie gut und schön die sind. Eine echte Augenweide
  • Flanken führen zum Ziel!
  • Die Lizenzen sind natürlich nicht so üppig, Ghana und Serbien gibt es aber. Will ich auch meinen!
  • Mit Patches kann man das Spiel aufpeppen (eben diese Lizenzen)

Die Lizenzen sind im übrigen ein Thema für sich, was mich gleichzeitig freut, aber auch ärgert.

Konami ermöglicht es (wie jedes Jahr) den Nutzern, Dinge zu editieren. Das ist auch toll so! Man kann neue Mannschaften einfügen, neue Trikots, Spieler. Toll. Aber warum begrenzt man diese Möglichkeiten dann in der Art, dass man den Editören (dem es schwör gemacht wörd) Knüppel zwischen die Beine schmeißt. Warum?

Das äußert sich dann so, dass man nur eine begrenzte Anzahl Trikots einfügen kann. Oder eine begrenzte Anzahl Spieler. Warum? Der Speicherplatz (in keinem Fall größer 20MB) auf der Konsole sollte nicht der Flaschenhals sein. Warum macht man das? Aber gut, Hauptsache Editiermöglichkeiten.
Was mich auch stört, ist der Fakt, dass bei einem offiziellen Konami-Update die editierten Mannschaften weg oder zumindest vollkommen durcheinander sind, weil man bei jedem Update die Zuordnungen ändert. Warum?

Was ich aber am unverständlichsten finde: Versteckte Spieler. Konami hat sich diesmal überlegt, versteckte Spieler zu “erfinden”. Für (manche) Patches heißt das dann, dass z.B. ein Özil erst freigespielt werden muss. Oder ein Rost, Neuer, Elia. Was denken die sich dabei? What were they thinking???

Es ist im Grunde nicht alles Gold, was glänzt. Auch bei Pro Evolution Soccer nicht. Aber dennoch komme ich sofort zurecht und freue mich darüber, wieder “zu Hause” zu sein. Blödes Fifa. Bah. ;-)


Mrz 5 2010

CeBIT 2010 – Erstmalig. Auch einmalig?

So im Großen und Ganzen habe ich seit knapp 15 Jahren was mit Computern zu tun. Privat natürlich vornehmlich. Die CeBIT gibts nochmal 10 Jahre länger. Von der Existenz dieser Messe für “Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation” weiß ich zwar noch nicht ganz so lange, aber lang genug, um mich jedes Jahr zu fragen, warum ich noch nie da war.

Früher waren die Gründe stets die Kosten (2010 38€ pro Karte zzgl. Anfahrt), die mich abgeschreckt haben. Dieses Jahr aber kamen einige Dinge zusammen, die mich bewegten, dort mal zu erscheinen.

  • Online-Shops etc. schmeißen Tickets für lau raus.
  • Mein Vater wollte das nutzen und bot sich und sein Auto an
  • Die Plattform Mitfahrgelegenheit.de ließ die Gesamtkosten für uns (mein Vater, meine (in dem Zusammenhang) bemitleidenswerte Freundin und mich) gen 0 tendieren. Da die Benzinkosten von 2 Mitfahrern de facto bezahlt wurden.

Interessant bei der Mitfahrgelegenheit war, dass es tatsächlich funktioniert. Innerhalb von 48h waren die beiden Plätze belegt. Was nicht klappt: Lesen! Zumindest bei den danach noch anrufenden rund 10 Leuten, die nicht lesen konnten, dass ich im Angebot geschrieben hatte, dass selbiges bereits voll war. Soweit, so gut.

Die CeBIT selbst war für mich als Privatmensch und Computerinteressierten, der allerdings nicht proaktiv auf Jobsuche war, ein Reinfall. Es gab summa summarum vielleicht 5-10 interessante Stände, aus der Thematik “connected worlds” wurde (wie gesagt: für mich persönlich!) auch zu wenig gemacht.

Ich mag die Idee, Papierhaufen in Firmen durch Digitales zu ersetzen. Wenn es denn klappt. Per Bluetooth und Handy Türschlösser zu steuern, ist ebenfalls interessant. Aber leider viel zu teuer (Thema: BlueID). Im Privatbereich. Selbst im Kleinst-Firmen-Bereich lohnt sich das nicht, wenn nicht täglich neue Leute ein und aus gehen.

Das größte Problem an der Sache war allerdings: Die vermeintlich interessanten Sachen habe ich entweder nicht gefunden, oder es wurde mir vorenthalten. Leider war es (wie bei der GamesCom im August 2009 auch) so, dass man die nützlichen Informationen einfacher und schneller per Internet zeitnah zur CeBIT bekommt, ohne, dass ich 5h lang durch die Hallen latschen muss.

Worst case für einen (kleinen) japanischen Aussteller übrigens: Zwei von denen saßen an deren Stand, wo nichts, aber auch gar nichts ausgestellt wurde, mit einem Schild vor sich: “Paris airport lost our luggage.” Owned. Fail. Einmal um den Globus, wofür? Nix. So kams mir mit der CeBIT auch vor.


Mrz 4 2010

Tauschen ist geil !

Tauchen rockt! Meine Fresse, das hab ich ja lang nicht mehr gemacht. Früher hat man einfach alles getauscht, weils kein Geld gab. Als Kind hat man auch getauscht. Panini-Bilder zum Beispiel. Oder Action-Figuren. Oder von mir aus auch was anderes. Seitdem es eBay und Konsorten gibt, tauscht doch kein Mensch mehr. Man kauft sich was “Neues” (oder gebrauchtes) und verkauft das alte. Oder behält das alte und kauft sich einfach das neue. So wie ich.

Da ich von eBay und deren Preispolitik im Privatverkauf absolut kein Fan bin, habe ich es die letzten Jahre vermieden, da als Verkäufer tätig zu werden. Somit habe ich noch 2x Virtua Tennis 3 für die Playstation 3 hier liegen. Wer das also haben möchte ;-)

Vor einigen Monaten habe ich mir dann Fifa 10 gekauft. Habe ja auch davon berichtet und mich dafür gerechtfertigt. Muss man in meinem sonstigen PES-Universum ja auch. Zurecht! Aber ich habe mich dagegen entschieden.

Nun gut, jetzt nervte mich Fifa 10 aber doch nach einigen Monaten. Aus den gleichen Gründen im Prinzip wie die letzten 10 Jahre: Es ist immer das gleiche. Fifa ist blöd, PES ist toll. Meine Meinung!

Was ja mittlerweile auch üblich ist, ist, seine Sachen (statt in eBay) im Marktplatz eines Forums zu loszuwerden. PS3-Talk sollte es für mich sein. Ich, der clevere Fuchs, dachte mir dann, dass es ja, wenn ich so dachte, jemanden aus dem Fifa-Lager geben MUSSTE, der auch so dachte – nur umgekehrt.

Und es hat sich innerhalb von 12h jemand gefunden, der tatsächlich bereit war, mit mir zu tauschen. Und der mir sogar angeboten hat, mir zuerst das Spiel zu schicken, damit ich es dann meinerseits losschicke (Persönliches Tauschen war durch die Entfernung Düsseldorf – Kassel nicht möglich).
So habe ich dann Dienstag Abend (nach der Rückkehr von der CeBIT) das Spiel in den Händen halten dürfen! Und Mittwoch früh habe ich mein Tauschobjekt dann auch per Einschreiben abgeschickt. So einfach kann Glücklichmachung sein. Er ist glücklich, da er vom doofen PES weg ist, und ich bin das blöde Fifa los! Nie wieder. Pah.

Jetzt bin ich zwar mit PES (1 Spiel bisher gemacht :-D ) glücklich, aber perfekt ist das leider auch noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden…


Mrz 4 2010

Android-App: Meridian Player Noble

Seitdem ich mein HTC Magic (Android) mein Eigen nenne, benutze ich es auch als Medien-Player. Ganz typisch: Knopf im Ohr, Musik laufen lassen. In Bus und Bahn und zu Fuß.

Ungefähr seitdem benutze ich auch das Programm “Meridian Player”. Heißt mittlerweile “Meridian Player Noble”. Nobel, nobel. Hat mir auch immer gefallen das Teil. Vor allem das Feature, dass ich den Player mit der Taste meines Headsets steuern kann.

Doch vor einigen Wochen hat sich der Programmierer dann was “einfallen lassen”. “User data collection” schimpfte sich das Ganze. Und zu schimpfen begann auch ein nicht geringer Anteil der Nutzer. So auch ich. Offiziell ist das Sammeln von anonymen Nutzer-Statistiken dem Zweck der Weiterentwicklung des Programms unterzuordnen. Glauben mag ich das auch, da ein einzelner Programmmierer mit den Daten von vielleicht 2000 Benutzern kaum groß was anstellen kann, außer das Programm selbst weiterzuentwickeln. Aber die ständige Internetverbindung bei einem Medien-Player hat mich doch gestört – und ich das Programm nicht aktualisiert.

Heute habe ich dann herausgefunden, dass ich das Programm auch für 3$ kaufen kann – und in dieser Pro-Version dann das Sammeln der Daten deaktivieren kann. Da habe ich heute in meiner gewohnt großzügigen Art aufgewacht bin, habe ich diese 3$ investiert und bin damit zufrieden. Notwendig für die Benutzung wäre es nicht gewesen, bei einer Applikation, die ich aber nahezu täglich nutze (und wo ich zufrieden bin und wo die kostenlosen Player nicht drankommen), bezahle ich gerne diesen (lächerlichen) Preis von 2,35€.

Meridian Player Noble bekommt von mir also 5/5 Bratwürsten :-D

Meridian Player Noble im Market

Hier noch der QR-Code zum Scannen inkl. Link zum Market. Hier der Link zur Homepage.


Jan 26 2010

Die Mitfahrgelegenheit zu Weihnachten – Drama oder Komödie?

Das Folgende könnte womöglich der Feder eines begabten Dramaturgen und Autors entsprungen sein – vielleicht ist es aber auch nur eine erzählenswerte Geschichte, wie sie das Leben zu schreiben pflegt. Die Namen und Orte sind möglicherweise frei erfunden. Drama oder Komödie. Wer weiß das schon?

Im vergangenen Dezember rückte Weihnachten wie jedes Jahr eigentlich mit Siebenmeilenstiefeln näher, bis man die Wärme des Atems der Rentiere Santas auf der Haut förmlich fühlen konnte. Es war also soweit: Ich sollte in einer neuerlichen Auflage der Mitfahrgelegenheit erst nach Weimar (ge)fahren (werden), um von dort mit meiner Freundin in den Weihnachtsurlaub bei ihren Eltern im Harz aufzubrechen. Hört sich soweit einfach an. Dachte ich auch.

Vorgeschichte: Eine bereits voll durchgeplante Mitfahrgelegenheit sagt mir 24h vor der geplanten Abfahrt ab. Panik! Wie jetzt nach Weimar kommen? Ah, eine Alternative. Anrufen! Von meinem Dilemma erzählen! Mitleid. Nein, sie will eine andere Strecke fahren. Betteln. Ja, sie nimmt mich mit!

48h später, etwa eine Woche vor Weihnachten: Die Mitfahrgelegenheit war terminiert, der Treffpunkt abgesprochen, der liebe Christian um Punkt 9 Uhr morgens in Wuppertal am Hauptbahnhof. Dankbar, dass die nette Fahrerin für den heutigen Tage sogar einen Umweg für mich in Kauf nehmen würde. Meine sonore Stimme schien auf sie eine sirenenhafte Auswirkung gehabt zu haben. Oder so ähnlich.

Nachdem sie fünf Minuten nach der verabredeten Zeit noch nicht am Treffpunkt angekommen war (praktischerweise übrigens das Restaurant “Zur Goldenen Möwe” – wo ich mich bereits mit einem Kaffee  “to go” versorgt hatte), rief ich an. Keine Antwort. Wird mich da jemand versetzen?

Nach wenigen Augenblicken allerdings der Rückruf:

“Mein Auto springt nicht an. Mein Freund hat das Auto gestern gefahren, ich hoffe, das Benzin ist nicht leer.”

Üblicherweise kontrolliert man natürlich auch nicht den Benzinstand, bevor man 400km durch die Republik zu fahren gedenkt. Wozu auch. By the way war das der Anfang der Dezember-Eiszeit im Jahr 2009, es gab also auch in Deutschland tatsächlich vermehrt kristallines Wasser zu bestaunen – was direkt meine erste Vermutung gedeihen ließ: “Die Batterie ist leer.”

In der Zwischenzeit fand ich auch einen weiteren Mitfahrer. Setzte ihn über alles Wissenswerte in Kenntnis (die Mitfahrgelegenheit, das Wetter, mein Leben) und wir versorgten uns für die Wartezeit mit Kaffee.

Nach etwa einer halben Stunde kam ein Anruf:

“Ja, also, es ist nicht das Benzin. Keine Ahnung, was es ist, ich ruf mal den ADAC an. Wartet ihr?”

Ja natürlich warte ich! Wo soll ich denn auch hin? Außerdem fand ich die gesamte Situation zu dem Zeitpunkt bereits amüsant, dass ich mir das Ende des Dramas nicht entgehen lassen wollte.

Nach etwa einer guten weiteren Stunde Wartezeit (und einem zweiten Frühstück) der nächste Anruf:

“Der ADAC ist jetzt da. Es ist nicht der Anlasser. Er findet den Fehler auch nicht. Er ruft einen Abschleppdienst an.”

Hörte sich soweit super an. Vor allem der Fakt, dass sie einen Leihwagen in Aussicht gestellt bekommen hat. Mein neuer Freund Falk, der mit mir gewartet hatte, und ich, gingen zu Fuß (mit unseren weihnachtsgeschenkebepackten) Taschen zum Ort des Geschehens – der nur etwa 10 Minuten entfernt lag.

Nach kurzem Vorstellen und Gelächter über die Situation erschien auch fluchs der Abschleppdienst, der uns einen Leihwagen garantierte, der aber im Nachbarort Remscheid stünde – und nur zwei von uns drei Unglücklichen im Abschleppwagen mitfahren dürften. Wir zwei Mitfahrer, aus solidarität aneinandergekettet, zogen es vor, wieder in den Wuppertaler Hauptbahnhof zu marschieren, um nochmals knapp 1,5h zu warten, bis, ja, bis endlich und viereinviertel Stunden nach der geplanten Abfahrt es endlich losgehen konnte.

Es wurde eine Mercedes-B-Klasse. Noch vor dem Einsteigen wurde mir von der Fahrerin in ihrer (charmant) frauenhaften Art gesagt, dass sie sich mit dem neuen Auto doch unsicher fühle und ob ich nicht fahren wolle.

Welch Angebot. Erst gehts 4 1/4 Stunden später los, und dann darf ich auch noch selbst fahren – und für die Fahrt auch noch bezahlen. Na immerhin war das der einzige Lichtblick am Horizont – 4h Spaß beim Mercedes-Fahren!

Nach vier unterhaltsamen Stunden Autofahrt durfte ich dann an meinem Bestimmungsort aussteigen und habe sogar anständig Rabatt bekommen. Im nachhinein hätte ich für die Gaudi aber wohl auch den vollen (Eintritts-)Preis bezahlt. Danke für die acht schönen Stunden!

Zwei Tage später ging es dann bei -18°C durch den Harz…


Jan 25 2010

Licht im Straßenverkehr – ein Augenzeugenbericht

Aktuell ist ja wieder so weit: Wir haben die dunkle Jahreszeit. Die, wo die Nächte länger sind als die Tage. Klar, wir sind seit gut einem Monat auf dem Weg der Besserung, aber momentan ists sogar tagsüber teils so, dass Licht, und vor allem Licht in Wohnungen und am Auto, der Alternative deutlich überlegen sind.

Wieso kommen also bitte trotz dieser Lichtverhältnisse derart viele Leute auf die Idee, ohne Licht zu fahren? Meinen eigenen Schätzungen zufolge sind auf den Straßen derzeit tagsüber etwa 15% der Autos ohne Licht unterwegs. Warum?

Gerade auf der Autobahn kann Licht am Tage teils entscheidend für die Frage sein, ob es gleich einen Unfall gibt oder nicht. Wir kennen das doch alle: Mal kurz in den Rückspiegel geguckt, keiner da, okay, Blinker an und links rüber. Wupp, und schon haste den Unfall. Leute, man sieht euch nicht!

Was denken die Leute sich bitte dabei? Sie sehen (nach meiner Schätzung) 85% der Autos mit Licht fahren und hinterfragen das nicht? Denken die “guck mal, wie blöd die sind, alles Energieverschwender”?

Ich weiß, dass der ADAC (in einem sehr schwachen Moment) mal gesagt hat, dass das Fahren am Tage bei Licht (viel) Sprit verbräuchte. Na und? Was kann das sein? 200 Milliliter auf 100 Kilometer? Wen interessierts?

Ich kann es echt nicht verstehen, warum Leute das machen. Ihr? Daher mein Appell an diejenigen, die das lesen. Bitte, bitte macht Euer Abblendlicht (Fernlicht wär des Guten dann doch zuviel ;-) ) an, wenn Ihr Auto fahrt. Auch am Tage.

Sagen wir bis Mitte März. Okay?


Jan 22 2010

6 Monate HTC Magic und Android – Ein (erstes) Fazit

Seit rund sechs Monaten habe ich nun mein auf Android basierendes HTC Magic. Geschrieben habe ich darüber hier und da mal was. Doch nun, nach 6 Monaten, kann man vielleicht eine kleine persönliche Erst-Bilanz ziehen. Was überzeugt mich, aber was gefällt mir evtl. überhaupt nicht?

Der Umstieg auf den Touchscreen war für mich nicht so groß wie bei vielen anderen, da mein altes Handy bereits einen solchen hatte, inkl. QWERTZ-Tastatur. Aber vollkommen ohne Hardware-Tastatur war natürlich dennoch neu. Und das System gefällt mir gut! Ich denke zwar, dass das Tippen auf einer Hardware-Tastatur ein wenig schneller von statten geht, aber ich für meinen Teil komme mit der Software-Lösung sehr gut zurecht.

Seit dem iPhone hat jedes neue und ernstzunehmende Handy-Betriebssystem (sogar Nokia hat ein eigenes!) einen Shop, Store, oder wie bei Android, Market.
Was es da jetzt gibt und wie gut oder schlecht die Programme sind, lasse ich mal dahin gestellt, aber ich finde den Android Market gut! Das Software-Angebot ist (für mich) vielfältig genug und es gibt hauptsächlich kostenlose Software. Soviel zum Positiven. Das Negative am Market ist (und das ist für mich unvorstellbar), dass die Suchfunktion seinen Namen nicht wert ist. Gibt man den Namen eines Programms nicht exakt so ein, wie es heißt, wirds nicht gefunden. Dank QR-Codes oder Links (z.B. AndroidPit) lässt sich das Problem aber zumeist elegant umschiffen.

Android ist dazu (für mich) das erste Betriebssystem, was quasi permanent online ist. Es holt sich E-Mails automatisch, was bedeutet, dass <5 Sekunden, nachdem ich eine Mail im Postfach habe, mein Handy Smartphone sie auch hat. Wenn mir im GTalk (was ich erst seit dem HTC Magic nutze) jemand schreibt, sehe ich das. Schreibt jemand was im Facebook, sehe ich das (halbwegs) zeitnah. Das mit den E-Mails liebe ich, der Rest ist mir aber mehr oder weniger egal. Dennoch ist es einfach toll, dass es klappt!

Natürlich gibt es nicht nur Dinge, die mich begeistern. Das gabs bisher noch bei keinem Handy, das wirds womöglich auch bei keinem geben (können). Wohl deshalb, damit die Herren Hersteller in den nächsten Jahren auch was zu entwickeln und verkaufen haben. Wär ja sonst auch langweilig und es gäb längst die 100 Jahre haltende Glühbirne oder ein Auto ohne nennenswerten Verbrauch oder Ausstoß. Gut, heut ist das Handy dran und nicht die Rettung der Welt.

Was mir nicht gefällt, ist die Akkulaufzeit. Ich kann damit leben, will mich darüber auch nicht (merh) aufregen, aber ein Akku, der max. 48h hält, ist eigentlich zu wenig. Und die 48h auch nur, wenn ich nicht telefoniere und kaum was drumherum mache. Wenn ich nach einem Erdbeben mal 24h bewusstlos unter Trümmern liege und dann einen Notruf absenden will, brauch ich mir diesbezüglich also keine Hoffnungen machen.

Auch kann ich mir sicher sein, dass nach einigen Tagen Laufzeit das Handy hier und da mal ein wenig langsam wird. Zwischen dem Schließen eines Programms und dem Neuöffnen eines anderen können vereinzelt mal bis zu 20 Sekunden Zeit vergehen. Selten nur, aber dennoch ein Punktabzug in der B-Note.

Was mich aber ein wenig mehr als die anderen Punkte stört, ist ein eventuelles Update auf eine neuere Version. Beim Kauf vor einem halben Jahr und der damals aktuellen Version 1.5 bin ich davon ausgegangen, wenigstens noch 2-3 Update-Zyklen mitnehmen zu dürfen. 1.6 kam dann im Laufe des Sommers. 2.0 und 2.01 wurden im Prinzip auch schon vor  Wochen fertig gestellt, aber für mein nicht so altes Handy gibt es keine offizielle Ankündigung, dass dieses Update überhaupt noch erscheint. Gerüchten zufolge könnte es im April/Mai was geben, aber das sind 4 Monate später! Insgesamt betrübt es mich etwas, dass mein Handy voraussichtlich nach nur 1 Jahr Nutzung bereits so veraltet sein könnte, dass keine Updates mehr kommen – zum Glück gibt es “Custom Roms”. Heißt Firmware-Updates, die nicht offiziell sind, aber das gleiche bewirken. Doch das ist ein anderes Thema ;-)

Abschließend möchte ich sagen, dass ich mit dem Handy mehr als zufrieden bin, viele Funktionen nicht mehr missen möchte. Das HTC Magic ist einfach ein gutes Handy!

Nach meiner eigenen, hochoffiziellen und vollkommen ernst zu nehmenden Skala gebe ich dem Handy 4 von 5 Bratwürsten. Der eine Punkt Abzug ist für die oben genannten Schwächen, vor allem die des Akkus.


Jan 19 2010

Wird Bayer04 2010 endlich mal Meisterkusen?

Die letzten Wochen geistern in den Köpfen und Medien mal wieder Jahreszahlen und Ergebnisse rum.
Wird Bayer seinem Ruf als Zweiter gerecht? Wird am Ende etwa Michael Ballack für den letzten Spieltag in ein Bayer-Trikot gezerrt, um im Borussia-Park für einen dann ungefährdeten Sieg der Fohlen zu sorgen? Oder darf der beim Bayer ausrangierte und nun an der Säbener Straße in neue Form gegossene Butt Butt Butt Butt Butt einen 85m-Schuss vom Alt- und somit Neu-Bremer Lisztes durchlassen, nachdem er selbst einen Elfer verschosssen hat?

Ich denke, so wirds eher nicht kommen. Spaß beiseite.

Der Bayer ist nun nach Jahren mal wieder an die Tabellenspitze geschwemmt worden – nein, das wird dem momentanen Höhenflug nicht gerecht. Bis zum kommenden Sonntag immerhin ist man nun 18 Spiele in Folge (in dieser Saison) ungeschlagen. Ich erinnere mich, dass Arsenal es 2004 und Nantes (glaube ich) 1995 mal geschafft haben, ohne Niederlage eine ganze Saison zustande gebracht haben. Meister wurden die damals nebenbei auch noch.

Wird der gemeine Bayer-Fan im Mai erstmals und ähnlich überraschend wie im letzten Jahr die andere Werkself die Meisterschale gen Himmel recken können?

Das Problem ist nur: Wenn Leverkusen mal verliert (sagen wir 2-3 Niederlagen sind realistisch), dann sind nicht nur die Bayern soweit, ihre Ferngläser nach Leverkusen zu entsenden. Denn auch Schalke (wie auch immer der Magath das macht!) steht derzeit höchstens in Fensterglas-Entfernung zur “Macht am Rhein”. Ich bin also noch skeptisch, freue mich aber über jeden Sieg. Auch gern gegen die Punktelieferanten aus Hoffenheim (bisher haben sie 9 Punkte mitgebracht und 10:3 Tore zugelassen) am kommenden Sonntag. Die einzige Niederlage der Werkself gegen Hoffenheim datiert übrigens vom 02.12.2003, im DFB-Pokal (3:2), wo der uns (jetzt) wohlbekannte Hansi Flick damals Trainer war :-) (Link)

Bei einem kurzen Blick auf die Tabelle muss einem auch klar werden, dass wohl die Hertha (trotz Sieg), Nürnberg (dank Bundesligauntauglichkeit) und Hannover (wegen zweier Niederlagen gegen Hertha) ins Unterhaus müssen. Zumindest beim Nichtabstieg der ersten beiden Kandidaten könnte ich mir vorstellen, einen Besen zu fressen.

Ach, wäre doch heut nur der letzte Spieltag…


Dez 23 2009

Frohe Weihnachten und Guten Rutsch, wir sehen uns 2010 !

Liebe Leser von bratwurstchristian.de, das Jahr neigt sich dem Ende, die Geschenke sind (hoffentlich) alle gekauft und das Stimmungsbarometer bereits auf “besinnlich” justiert.

Ich danke an dieser Stelle jedem, der die Seite besucht hat, und insbesondere denen, die auch Kommentare hinterlassen haben :-) Ich wünsche euch ein frohes Fest und einen “Guten Rutsch” ins Jahr 2010 :-)

Frohe Weihnachten


Dez 12 2009

Einkaufen an einem Samstag-Nachmittag im Dezember

Ich sage es gleich vorweg: Ja, ich weiß, dass Weihnachtszeit ist. Ja, ich weiß, dass die Leute da kaufen, wie wenn es in der DDR irgendwann mal irgendwas gegeben hat. Man hat gekauft, ob man es brauchte oder nicht!

Ich brauchte heut in die Stadt. Düsseldorf. Sind sonst ja schon genug Leute unterwegs. Plus holländische Einkaufstouristen. Plus Auswärtige. Plus Weihnachts-Shopper. Und ich eben.

Ins Geschäft meiner Wahl bin ich dann auch recht schnell gekommen. Doch einmal drin, war ich gefangen. Schlange stehen und Umkurven von menschlichen Pylonen im Mittelgang gehörten heut zur  Standardausrüstung des Weihnachtseinkauf-Grand-Prixs. Bekommen habe ich am Ende dennoch etwas  (aus Sicherheitsgründen, da der Beschenkte dies hier ja lesen könnte, sage ich nicht, wo und was es war ;-) ).

Doch dann kams ganz dicke. Ich hätte ein Foto machen müssen, nein, eine Video-Dokumentation, doch nichts hätte dem gerecht werden können, was ich da erlebt habe. Ich habe an einer einfachen Fußgänger-Ampel in der Innenstadt zehn Minuten angestanden. Anfangs in Reihe 52 natürlich, bei etwa 4 Reihen pro Ampelphase. So voll war es. Unglaublich. Als würde es morgen in den Geschäften nix mehr zu kaufen geben. Gibt es aber sogar, morgen ist verkaufsoffener Sonntag. Da rennen die Leute wahrscheinlich genauso wirr durch die Gegend, denn tags drauf gibts ja nix mehr einzukaufen – oder so ähnlich.

Ich war heilfroh, dass ich am Ende unfallfrei die Innenstadt verlassen durfte und heim gekommen bin. An sich wollte ich ja dank anhaltenden Husten und Schnupfen gar nicht aus dem Haus, ging aber nicht anders. Und dann dieses Gewusel. Schlimmer (und vor allem nicht ansatzweise so süß!) hat das bei “Siedler 2″ nicht ausgesehen.

Zum Glück habe ich mit dem heutigen Tag den Weihnachtseinkauf-Marathon 2009 beendet, so früh wie noch nie. Endlich kann ich an Wochenenden entspannt zu Hause bleiben. Oder mich mit meiner Freundin auf den Weg in die Stadt zum Shoppen und Glühweintrinken begeben…wie gewonnen, so zerronnen *grmpf*