Das Langenfeld-Schnitzel-Massaker
Im ersten Moment mag der Vergleich mit dem bekannten Texas Chainsaw Massacre etwas hinken, doch beäugt man den Abend im Landhotel Lohmann zu Langenfeld mit seinen Schnitzelwochen genauer, könnte man den Eindruck bekommen, dass sich ein geselliger Texaner im Gastwirtkostüm in eben jenes Lokal verirrt hat.
Was war passiert? Wir (eine Truppe aus 6 mehr oder minder juvenilen Männern) trafen sich an einem Dienstag zum Abendessen. Das Angebot lautete: “Schnitzel und Beilagen soviel Sie essen können”. Gesagt, getan. Die Wette gilt!
Die vordersten Gänge, bestehend aus etwas Brot mit Schmalz und einem denkbar unnötigen Salat, wurden mehr widerwillig weggeatmet, um möglichst viel Platz für das aufkommende Schnitzel-Inferno zu haben. Doch als das eigentliche Diner serviert wurde, schimmerte in unseren Augen ein Glanz, den nur ein Mann bei der Überreichung eines Riesenschnitzels innehaben kann – abgesehen von einem Kleinkind zu Weihnachten vielleicht.
Doch irgendwie erschienen die Schnitzel insgesamt kleiner als beim letzten Mal…wobei das vielleicht auch nur durch die Idealisierung unserer Gehirne zustande kam. Nun denn, das Schnitzel auf unseren Tellern verschwand fast so schnell, wie es gekommen war. Der unbändige Appetit jedoch blieb bestehen. Wir waren schon ein wenig ängstlich ob der Annahme, dass dies vielleicht das einzige Schnitzel sein könnte, was wir bekommen würden. Doch zu unser aller Erleichterung fragte der Kellner alsbald, wer denn ein weiteres Schnitzel haben möge. Leider blieben bei dieser Schlacht zwei unserer Kranken und Schwachen auf der Strecke, so dass nur 4 weitere Schnitzel gereicht wurden. Doch nach diesem 2. Hauptgang waren auch die 4 anderen Soldaten und somit die Schlacht geschlagen.
Doch nicht unerwähnt bleiben dürfen folgende Ereignisse. Zuvor sei gesagt, dass wir in der Nähe der Toiletten saßen und so einen optimalen Blick darauf hatten, wer da ein- und ausgeht.
- Eine nette Rentnerin von ungefähr 7242 Jahren schien sich mal frischmachen zu wollen, und ging dafür an unserem doch recht laut redenden Tisch vorbei. Diese Unterhaltung bzw. deren Lautstärke schien sie allerdings so in ihrer Orientierung gestört zu haben, dass sie schnurstracks auf die Herrentoilette ging. Wir bemerkten diesen Umstand natürlich, schauten uns an und wollten der alten Dame helfen, indem wir (das Lachen unterdrückend) fortan still waren und der irritiert schauenden Dame somit ihren Orientierungssinn wiedergaben, so dass sie doch noch auf dem richtigen “Örtchen” landete. In den Stunden unserer Anwesenheit war der Tisch kein mal so leise wie als die Alte aus der Herrentoilette kam!
- Nur kurze Zeit später ereignete sich ein weiterer Vorfall. Witzigerweise ging es abermals um einen Vorfall auf der Damentoilette. Schien unser Glückstag zu sein! Auf einmal kamen da 2 alte Damen raus. Ist soweit nicht verwundernswert, wenn nur einer von uns die da auch hätte reingehen sehen. Das führte zu wahnwitzigen Spekulationen, ob dies wohl ein direkter Ausgang vom Friedhof sei…nun ja, leider ist dieser Umstand mangels weiblicher Teilnehmer weiterhin ungeklärt.
So verließen wir insgesamt pappsatt und auf Höchste amüsiert das Lokal und freuen uns schon drauf, dass dieses Angebot erneut besteht – für Teil 2 dieser Schnitzel-Dokumentation.
….to be continued
30. Januar 2007 um 17:04 Uhr
Christian, das ist zu klasse!
30. Januar 2007 um 21:00 Uhr
Hmm ward as lecker…warten wir eigentlich bis Herbst auf die nächsten Schnitzelwochen? Wir sollten viel öfter irgendwelche AYCE-Angebote warnehmen… http://www.waldgeist-hofheim.de/sp-xxl.php
Wie geil 1,2 kg Rumpsteak *träum*
17. April 2008 um 01:02 Uhr
[...] Restaurants über Wasser gehalten, die Schnitzel “all you can eat” anbieten, wie in Langenfeld, Leichlingen oder Witzhelden. Jeweils 10€ für die Mahlzeit, also gut zu bezahlen und dennoch [...]