Linux wer ?
Ich wollte diesen Beitrag eigentlich schön länger geschrieben haben. Um ehrlich zu sein: Vor ziemlich genau 9 Monaten. Damals sollte der Titel “1 Jahr Linux” heißen, aber irgendwie hab ich mich nie dazu durchringen können, das Ganze zu schreiben.
Mittlerweile ist es also 1 Jahr und 9 Monate her, dass ich mir – parallel zu Windows XP – Ubuntu Linux installiert habe. Warum, wie, wann und wieso das Ganze?
Was dieses Linux ist, lasse ich jetzt mal außen vor, wer es nicht weiß, darf sich darüber gern bei Wikipedia informieren…
Angefangen hat mein Interesse an Linux bereits vor einigen Jahren mal, so etwa zu Zeiten von SuSe 6 Punkt irgendwas. Muss so 2001 gewesen sein. War auch wie eine Odyssee im Weltraum damals.
Weiß ich nicht mehr genau, war auf jeden Fall ein total beschissenes Betriebssystem – für mich; oder ich war noch nicht weit genug, kann auch sein. Damals saß ich auf jeden Fall bei der Installation – “Yet another Setup Tool” (YAST) hieß es da – und nach dem Partitionieren und einem Teil der Installation lief einfach gar nix mehr weiter. Einfach stehen geblieben. Ich war und bin nicht sonderlich geduldig bei solchen Sachen, daher hab ichs einfach wieder rückgängig gemacht und bin zu meinem Windows zurückgekehrt.
Von Ende 2005 bis Ende 2006 hatte ich dann ein Premiere Abonnement abgeschlossen und mir dazu eine Dbox gekauft. Das lief soweit auch alles ganz toll, nur hatte die Dbox ein unglaublich nerviges Problem:
- Das Umschalten von Sendern hat immer so 2-3 Sekunden gedauert,
- das Starten aus dem Standby etwa 2 Minuten
- und das komplette Starten fast 5 Minuten!
Fünf Minuten, nur um einen Digitalreceiver zu starten, war mir dann doch zu nervig und so las ich etwas:
“Wenn man Linux auf der Dbox installiert, dauert das Umschalten keine Sekunde und das Starten aus dem Standby etwa 1-2 Sekunden”
Das klang für mich doch schon besser, und so informierte ich mich, was es mit diesem Linux für die Dbox auf sich hatte…da gab es dann viel zu lesen, und das alles klang auch sehr interessant. Und natürlich wußte ich aus der Vergangenheit noch, dass es ja auch dieses Linux für den PC gab.
So hab ich mich dann mal im ICQ bei einem Freund und ausgesprochenem Linux-Fachmann informiert, was es denn da so gäbe. SuSe und Debian sagten mir da was, aber er empfahl mir etwas komplett anderes: “Ubuntu”. Ubuntu? Nie gehört. Und irgendwie klingts schwul. Vor allem als ich dann gelesen habe, dass der Name aus dem Afrikanischen kommt und irgendwas von Menschlichkeit ggü. Anderen bedeuten soll. Aber gut, wenn der sagte, dass ich das nehmen solle, dann wollte ich es wenigstens mal probieren.
Gesagt, getan. Hab mir die das Image von der Ubuntu-Homepage runtergeladen. “Breezy Badger” hieß das. War die Version 5.10 (5 für 2005 und 10 für Oktober, also von 10/2005). Übersetzt heißt das “Flotter Dachs”…toller Name für ein Betriebssystem, und die Installation ging auch extrem einfach von statten.
Beim ersten Start erkannte dieses “Ubuntu” mit seinem flotten Dachs sogar meine sämtliche Hardware. Sogar mein WLAN und die Grafikkarte und alles. Super! Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich keine sonderlich exotische oder neue Hardware hatte.
Hab mich dann (es waren Osterferien) tagelang durch Anleitungen gelesen und alle möglichen Probleme heraufbeschworen und im Endeffekt gelöst und im Ubuntu-Forum (wo ich im Forum mittlerweile Moderator und im Wiki sogar Admin bin!) meine dümmsten Fragen beantworten und Probleme lösen lassen. Nun ja, und irgendwie hat mich dieses Ubuntu überzeugt, so dass ich es jetzt (nach eben knapp 2 Jahren) fast ausschließlich nutze.
Das alles hat auch nix damit zu tun, dass ich Windows hasse (wie die lustigen trotteligen Leute, die es lieber “Windoof” nennen), oder dass ich Open Source wie sonst was in den Himmel loben würde. Auch nicht, es mir mehr “Macht” über mein eigenes System gibt. Nein, für meine Ansprüche reicht Linux und im Speziellen Ubuntu (mittlerweile 7.10: Gutsy Gibbon (“mutiger Gibbon”)) einfach vollkommen aus.
Ich kann damit alle Büro- und Officesachen genauso gut machen, Programme wie Thunderbird und Firefox hab ich ja vorher auch schon benutzt. OpenOffice dürfte auch jedem ein Begriff sein.
Nein, meine persönlichen absolut unschlagbaren Vorteile von Ubuntu (und im Prinzip allen Linux-Derivaten) sind:
- Es gibt praktisch keine Viren, Trojaner und diesen ganzen lästigen Mist für Linux.
- Es gibt das sogenannte “Apt“. Das ist im Prinzip ein Programm, was über bereitgestellte und gewartete Server mein komplettes System auf dem aktuellsten Stand hält. Aber nicht nur das System selbst hinsichtlich Sicherheitsupdates (wie die Windows Update Funktion), sondern auch die installieren Programme. Ich muss also nicht wie in Windows jedes Programm bei einer neuen Version einzeln runterladen und installieren, dieses APT macht das eigenständig.
- Es ist vollkommen umsonst, frei (wo ich mal nicht näher drauf eingehen will) und vor allem das alles auch noch vollkommen legal. Genial also!
Na ja, ich will jetzt hier keinen missionieren, aber vllt. interessiert es ja irgendwen irgendwann mal
Und auf meiner Dbox lief damals danach natürlich auch nur noch Linux und ich konnte umschalten so schnell ich wollte
Kurz noch ein paar Links:
- “Linux ist nichts für dich. Lass es!” – Bißchen Satire, absolut lesenswert!
- Beitrag “Linux ist nicht Windows” (für Interessierte)
- The OpenCD – eine CD mit typischen Linux-Programmen, die es auch für Windows gibt – zum Reinschnuppern halt
- Ubuntu Homepage – wer sich das mal antun möchte (LiveCD)
- Ubuntu-Forum.de – für Vorabfragen/-informationen, Hilfe oder wofür auch immer *g*
6. Januar 2008 um 16:53 Uhr
Hi Buba!!
Ich finde es sehr interessant, auch andere Beweggründe zu lesen, warum die Menschen Linux und nicht Windows nutzen. Der typische Windows-Hass, der den Linux-Benutzern potenziell unterstellt wird, geht mir ganz ehrlich auf die Nerven.
Ich hätte niemals gedacht, dass ich das schreiben würde. Vor einigen Jahren war ich der Windows-Hasser schlecht hin. Zu meiner Verteidigung muss ich gestehen, dass ich das aber nur in meiner Anfangszeit war. Ich bin mir absolut sicher, dass ich immer mit Windows zu tun habe werde, und sei es später nur auf der Arbeit.
Aber was soll mich daran hindern, privat einen anderen Weg zu gehen? Warum nutze ich Linux und nicht Windows? Ich würde sagen einfach nur die Neugier, wie ein System funktioniert [1]. Auf der anderen Seite ist es aber vor allem die Datensicherheit [2], die bei einem Linux-System einfach wesentlich höher ist. Hier funkt keine Software zurück zu ihrem Hersteller – sofern das System wirklich frei ist [2].
Mein persönliches Fazit:
Linux ist eine Alternative zu Windows und kein Ersatz. Ich sehe allerdings gewisse Tendenzen, dass Linux zu einem Ersatz werden wird: Je mehr es sich durchsetzen wird, um so mehr proprietäre Software wird für Linux angeboten werden und desto größer ist die Gefahr, dass diese auch nach Hause funkt. Es wird also immer beim Benutzer bleiben, für die Sicherheit zu sorgen. Viele Benutzer haben keine Lust, sich um ihr System zu kümmern und so sehe ich für den *unwissenden* PC User in einigen Jahren unter Linux genauso schwarz wie unter Windows.
Gruß
Dunkelangst
[1]: http://www.dunkelangst.org/2007/10/29/linux-ist-nicht-windows/
[2]: http://www.dunkelangst.org/2007/11/14/erinnerung-an-die-gute-alte-zeit/#comment-24
6. Januar 2008 um 21:33 Uhr
Hoi Buba,
…“Ubuntu”. Ubuntu? Nie gehört. Und irgendwie klingts schwul….
*Schmunzel!*
Schönen Text hast du da geschrieben, ich lese soetwas sehr gerne
mfg
8. Januar 2008 um 12:46 Uhr
Ich muß kurz folgendes einwenden (Christian, du kennst das jetzt zur Genüge… *g*)
Gründe, die dazu führen, daß Ich kein Linux benutze (und ich bin sicher kein Riesenfan von Windows…
gilt auch nur für mich, soll jetzt Linux nicht diskreditieren. Gibt ja viele gute Gründe dafür)
Einige davon sind zum Beispiel, daß ich Blitzherpes kriege, wenn ich Präsentationen oder Dokumente sehe, wo Formeln nicht korrekt dargestellt werden etc.. Kennt ja jeder, der das unsägliche Open Office benutzt und auf einem “normalen” System mit MS Office seine Dateien öffnet oder umgelehrt. Solange sowas nicht funktioniert, ist das für mich keine Alternative (denn MS Office ist nunmal ein Standard, den jeder akzeptieren muß, ob ers will oder nicht). Ich muß ja jetzt nicht googlen, um rauszukriegen, wieviele Milliarden Menschen das echte Office benutzen. Wohlgemerkt sind das persönliche Erfahrungen, die ich aber schon zigmal gemacht habe. Man möge mich verschonen mit “das ist doch kein Problem, da machst du das, das, das, und dann das, aber nur wenn…”, denn das ist mein nächster Contra-Punkt. Ich will ein Betriebssystem und die Software benutzen, und nicht vorher “Linux in Theorie und Praxis” studieren. Ich mag auch nicht genervt werden von Sachen wie “ja, DEN Treiber gibts noch nicht für Linux” o.ä.
Letzter Punkt: Linux schränkt mich ein. Ich möchte die Software benutzen, die ich möchte, und nicht die, die es glücklicherweise für Linux gibt. Ich möchte Photoshop benutzen und nicht gimp etc. pp. (Wenn es eine Linuxversion von Photoshop gibt, streicht das). Und zuletzt kann ich unter Linux nicht Spielen!!!
So long
Idi Amin
8. Januar 2008 um 13:51 Uhr
Nachdem ich den Artikel “Linux ist nichts für dich” gelesen habe, finde ich stark, daß ich einige der Punkte zielsicher getroffen habe (Spiele, Photoshop…). Ich könnte jetzt ausschweifend dagegenpolemisieren, ich machs kurz: Der Artikel ist lustig, aber völliger Unsinn. Die eine Freakshow macht sich über die andere lustig. Najanaja…
8. Januar 2008 um 21:37 Uhr
Danke für den Kommentar Herr Schönhans, hat sehr gut deine Meinung widergespiegelt!
Ich les es gern und es gibt sicher jemanden, der darauf reagiert, mehr als ich, der bei dir längst resigniert hat
8. Januar 2008 um 23:47 Uhr
@ Schönhans:
Ich bin ein Student im 5. Semester und studiere eine Ingenieurs Wissenschaft. Mein Abschluss wird ein Dipl. Ing. (FH) sein. Mein erstes Praxissemester habe ich bereits hinter mir und kenne die Industrie eigentlich schon recht gut.
Ich habe in meinem Praxissemester mit Microsoft Office 2003 für die Firma gearbeitet und hatte damit überhaupt keine Probleme. Ein Office System ist für mich ein Werkzeug und mehr nicht.
Privat setze ich hingegen auf OpenOffice.org und zwar nur und ausschließlich. Für statistische Aufgaben, wie z.B. die Auswertung von Versuchsreihen verwende ich hingegen auch durchaus noch größere Exoten, wie z.B. Gnumeric von Gnome Office. Setz mich an eine Office Lösung deiner Wahl und ich komme mit klar; auch das neue Microsoft Office 2007 stellt für mich kein Problem dar; das ist die Office Suite, die ich in der FH verwende. Genug über mich erzählt, ich komme einfach mal zum Punkt. Ich habe das jetzt so geschrieben, weil du ja der festen Überzeugung bist, dass Microsoft Office ein Industriestandard ist.
Jeden, den ich aus der Industrie kenne, der ist mittlerweile Microsoft Office ziemlich negativ eingestellt. Das hat vielerlei Gründe. Zum einen ist es so, dass die Sekretärinnen sich ziemlich über Microsoft Office 2007 aufregen. Jahrelange Arbeitsabläufe, die früher einfach wie von selbst erledigt wurden, gehen nicht mehr, weil sich die Software nun komplett anders bedienen lässt. Es ist so, dass ein Industrielles Unternehmen dem Personal durchaus auch Schulungen zu dieser gewaltigen Umstellung bezahlen muss. Aus diesem Grund kenne ich eigentlich nur meine Fachhochschule, die Microsoft Office 2007 einsetzt – mit ziemlich großen negativen Feedback von dem Personal.
Sämtliche industrielle Unternehmen, die ich kenne (und ich kenne einige), benutzen daher immer noch Microsoft Office 2003 – welches nicht kompatibel zu den neuen Microsoft Office Formaten (auch Office Open XML genannt [1]) ist. Warum hat Microsoft Office 2007 eigentlich ein neues Dateiformat?
Die Geschichte ist eigentlich ziemlich einfach.
Wir alle erinnern uns noch an das Millionen schwere Bußgeld, welches Microsoft zahlen musste, weil sich das Unternehmen Wettbewerbsfeindlich verhalten hat. Verantwortlich für dieses Bußgeld war die EU-Kommission. Die Eu-Kommission hat sich noch im selben Jahr dafür eingesetzt, ein freies Dokumenten Format auf den Office Markt zu bringen. Dieses Format sollte dann ISO Standard (und somit ein *echter* Industriestandard) werden. Zur Auswahl standen zwei Formate: Das alte Dateiformat von Microsoft Office (das Unternehmen müsste dann die Spezifikationen heraus geben) und das alte Dateiformat von OpenOffice.org. Man entschied sich für das Dateiformat von OpenOffice.org. Dieses wurde dann zuerst durch die OASIS (nein, nicht die Band) standardisiert. Dieser Schritt war notwendig um das Format dann bei der ISO zur Normung forzulegen. Das neue Dateiformat von OpenOffice.org ist das OpenDocument Format [2].
Seit OpenOffice.org der Version 2.0 wird dieses Format von OpenOffice.org verwendet. Seit Dezember 2006 ist das OpenDocument Format, also das Format von OpenOffice.org, offizieller Industriestandard [3] – nicht die Dateien von Microsoft Office. Mittlerweile wird das Format von zahlreichen Office Suiten unterstützt [2].
Microsoft sah sich daraufhin unter Druck gesetzt und hat ein eigenes neues Format entwickelt – Office Open XML [1]. Dies ist nach wie vor kein Industrie Standard [4]. Auf Grund von diesem Datei Krieg und der völligen Unbedienbarkeit von Microsoft Office 2007 (ich finde die Software bedienbar, aber ich kenne die Beschwerden zu Genüge), der mangelnden Rückwärtskompatibelität von den neuen Office Dateien, kenne ich wirklich *keine* Firma die das neue Microsoft Office benutzt. Im Gegenteil: Noch nie so viele Firmen wie heute setzen OpenOffice.org ein und denken nach zu wechseln. Weil die Software obendrein noch kostenlos ist, spricht für Firmen auch überhaupt nichts dagegen, sich beide Office Lösungen parallel zu installieren.
Der Vorteil von OpenOffice.org ist eben der, dass die Dateiformate ISO standardisiert sind. Ich bin mir absolut sicher, dass ich meine Berichte mit einer Office Lösung auch in 30 oder 40 Jahren noch öffnen kann – bei Microsoft Office bin ich mir da nicht sicher.
Ich finde dein Beitrag zeugt von mangelnden Fachwissen. Wie schon gesagt: ich komme mit jedem Office System klar. Da du dich über die mangelnde Bedienbarkeit von OpenOffice.org beschwerst, denke ich, dass du auch mit Microsoft Office vor Version 2007 noch nie wirklich gearbeitet hast – denn sonst würdest du sagen, dass die Office Suiten sehr ähnlich bedienen lassen. Beide etwas anders aber absolut ähnlich: Der Unterschied ist so wie zwischen VW Passat und Audi A6. Wenn du einen Führerschein hast, kannst du auch mit beiden Fahrzeugen fahren.
Ich denke auch, dass du dein Microsoft Office geklaut hast; also illegal herunter geladen. Würdest du Ernsthaft ca. 160 € dafür ausgeben? Ich nicht. Du benutzt Photoshop? Auch illegal gezogen? Crack herunter geladen? Derartige Gängeleien habe ich nicht mehr nötig.
Deine gesamten Äußerungen zeigen mir eigentlich nur eines:
Du kennst nur und ausschließlich Windows und hast die andere Software noch nie wirklich benutzt. Deine Äußerungen zeugen von mangelnden Fachwissen. Das ist genau die Reaktion, die man als LinuxUser häufig von Windows Benutzern gewohnt ist. Ich empfehle Dir mal die Lektüre [5]. Danach redest du nicht mehr so von oben herab.
Gruß
Dunkelangst
[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Office_Open_XML
[2]: http://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument
[3]: http://www.heise.de/newsticker/meldung/82002
[4]: http://www.heise.de/newsticker/meldung/95456
[5]: http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/
9. Januar 2008 um 07:18 Uhr
Ich muss es einfach mal sagen :
Mit Mac wäre das nicht passiert 11111!!!!!!!111einself
Don’t feed the trolls!
10. Januar 2008 um 09:21 Uhr
hier geht’s ja rund…
hm, soll doch jeder benutzen, was er will, damit zufrieden sein und wir hätten keine probleme. ^^ ich persönlich mag linux einfach, weil mir die bedienung, der modulare aufbau (insbesondere das von buba betonte “apt”-system), der sicherheitsaspekt und die experimentiermöglichkeiten gefallen. punkt.
12. Januar 2008 um 13:22 Uhr
[...] ich heut nicht sonderlich viel zu sagen habe – und um das leidige Linux-Thema mal vergessen zu lassen *g* – wollte ich einfach mal so ein paar Links posten, die ich so mehr oder [...]
17. Januar 2008 um 10:22 Uhr
Dunkelangst.org,
welch zweifelhafte Freude, dass Du mich mit Deinem curriculum vitae behelligst. Ich möchte darauf verzichten, mich selbst in diesen Kreisen näher vorzustellen, da mir diese Vertrautheit in höchstem Maße peinlich und unbehaglich erscheint. Gleich zu Anfang nimmt Dein Beitrag fast schon pathologische Züge an, die mich dankbar sein lassen, ein so normales Leben zu führen. Interessant, dass Du ohne Umschweife zu einer Pseudoargumentation ausholst, die vollkommen an den von mir mit mittelmäßiger Ernsthaftigkeit kritisierten Punkten vorbeigeht. Aber es heißt ja, “Man hört nur die Fragen, auf welche man imstande ist, eine Antwort zu geben.” (Nietzsche)
Da Du es offenbar als nötig erachtest, darauf hinzuweisen, dass Du mit jeder Officelösung zurechtkommst, scheint es Dich viel Zeit gekostet haben, Dir diese Fähigkeit anzueignen. Entgegen Deiner Annahme, ich beschwere mich über die Bedienbarkeit von OpenOffice (was ich nicht mal andeutungsweise getan habe), habe ich bereits mehrere Office-Pakete verwendet. Das ändert leider nichts an der immer noch gültigen Tatsache, dass eine in einer freien Officesuite erstellte Datei, die mehr als Buchstaben und Zahlen enthält, mit MS Office nicht korrekt dargestellt werden kann. Dass Dir das noch nicht aufgefallen ist, spricht für sich. Und nicht kompatibel zu sein zum de-facto-Standard (was Du selbst zugibts, denn jede Firma, die Du erwähnst, arbeitet mit MS Office) kann peinliche Situationen erzeugen, wenn Daten ausgetauscht werden. Eine Präsentation mit Kästchen und Smileys anstelle von Formeln erscheint mir wenig zielführend. Wenn Du jetzt anführst, daß das doch die Schuld von MS ist, keinen anderen als ihren eigenen Standard, der sich nunmal durchgesetzt hat, zu unterstützen, wirkt das doch recht hilflos. Das ist so, als wenn ich sage “Es regnet”, und Du sagst “Ich finds aber nicht okay”. Die Iso-Normen, die Du erwähnst, sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind, denn sie sind faktisch nicht gültig. Deine ermüdende, seicht-prosaische Nicht-Lehrstunde zum Thema Office Open XML wird zudem durch eine kleine Feststellung versenkt: “Die bei Apple-Nutzern beliebte Bürosoftware von Microsoft arbeitet jetzt auch mit dem in der Mac-Version eingeführten Office Open XML – Format zusammen, was den Datenaustausch wesentlich erleichtert.” (dpa-Pressemeldung). Jetzt springt sogar schon Apple auf den so opportunistischen OOXML-Zug auf! Du wirst also mehr und mehr auf verlorenem Posten stehen, wenn Du an dieser Insellösung OpenOffice festzuhalten gedenkst. Deine mit manischer Pedanterie vorgebrachten Vorwürfe, mein Fachwissen sei mangelhaft, werte ich als Niedergangssymptom. Hätte ich gewußt, dass Du deine Person durch Linux und Officeanwendungen definierst, hätte ich darauf verzichtet, Dir durch meinen Beitrag die Lebensgrundlage zu entziehen. Auch der hinkende Vergleich bezüglich der Autos ist ein Symbol des Scheiterns, zeigt aber, daß der Besitz eines Führerscheins eben nur über die Berechtigung, jedoch nicht über die Befähigung, ein Auto zu führen, etwas aussagt. Die infame Unterstellung, ich hätte meine Software illegal erworben, wirkt wie ein Pöbelressantiment erster Güte. Die klebrige Anmaßung deinerseits, Aussagen über meine finanzielle Situation zu machen, beleidigt mich. Die naheliegende Frage, ob finanzielle Insuffizienz bei Dir der Kerngrund für einen Wechsel zu Linux war, stelle ich aus Resthöflichkeit nicht. Ich darf Dir versichern, dass jedes der Softwareprodukte mit einer persönlichen Lizenz ausgestattet ist. Dies habe ich allerdings schon im letzten Beitrag erwähnt, ich habe Zugriff auf die Pakete der Microsoft Developers Network Academic Alliance (falls Dir die Kurzform nicht zum Verständnis gereicht hat).
Deine Kenntnis von Personen erscheint ergo nicht ausreichend, um auf die Allgemeinheit zu schließen.
Auf Lektüre der halbseiden daherkommenden, dialektischen und polemischen Textverschnitte (“Linux ist nicht Windows”) verzichte ich bewusst. Sich mit einer solchen Passion diesen höchstens peripher wichtigen Themen zu widmen, kann nur ein Zeichen von totaler Instinktentartung sein. Ich werde mich nun wieder mit wichtigen Dingen befassen. Und danach spiele ich sogar vielleicht noch ein kleines Spiel, dass höchstwahrscheinlich DirectX voraussetzt, Du verstehst?
Ohne Gruß,
SH
17. Januar 2008 um 11:55 Uhr
LOL.
Ihr Nerds. Linux! Windows! Linux! Windows! Argh!!!!
Lest doch einfach mal ein gutes Buch, wie wäre das?
Aber das hier überzeugt mich:
“Das ist so, als wenn ich sage “Es regnet”, und Du sagst “Ich finds aber nicht okay”.
Damit hat Schönhans Dunkelangst quasi am rhetorischen Schlawittchen gepackt und ihn in den dialektischen Tartarus geworfen. Wobei, dieser Spruch kommt mir doch recht bekannt vor – jedenfalls konzeptionell…
Aber: Alles wird gut.
Euer
JonnyBrennt
17. Januar 2008 um 14:39 Uhr
@ Schönherr:
Du hast Dein Recht, ich hab meine Ruhe. Ich hab auf deinen Beitrag ja eigentlich nur geantwortet, weil ich darum gebeten worden bin…
Gruß
Dunkelangst
17. Januar 2008 um 20:07 Uhr
Übrigens kann ich nur bedingt was für meinen doofen Namen “Schönhans”, denn egal unter welchem Namen ich einen Beitrag verfasse, der Bratwurstchristian erkennt es und benennt mich wieder um…
edit von Buba: Stimmt Schönhans
19. Januar 2008 um 13:07 Uhr
GEGEN ZENSUR!
FÜR FREIE WAHL DES POSTINGNAMENS!
22. Oktober 2008 um 00:01 Uhr
[...] jeder spätestens seit meinem schönen Linux-Beitrag weiß, dass ich Linux im Allgemeinen und (k)Ubuntu im Speziellen benutze, es vor 2,5 Jahren [...]
16. März 2009 um 10:03 Uhr
Ähhm … ich bin für kostenlosen Kaffee und Kakao in der Kantine!
Was jemand für ein OS nutzt is mir schnuppe!
20. September 2011 um 11:24 Uhr
The biographies essays presented by famous custom writing services could be detected by everyone on line. So, that is workable to purchase college essays almost costless.
20. September 2011 um 20:01 Uhr
Your data is very interesting, nevertheless if you want to get the thesis proposals of perfect quality, you should use a trustworthy dissertation writing service.
22. September 2011 um 01:34 Uhr
No matter what internet business you have, little or big, you will need your website to have a good traffic. You can get that utilizing the directory submission service with submission stuff.
23. September 2011 um 01:08 Uhr
We offer college students around the world to buy cusgom term papers of the highest standards and for reasonable prices. Furthermore, we’re a reliable academic papers writing firm.