Bayer 04 in Düsseldorf 2009 – ein Fazit *Update*
Wir schreiben den 15. Mai 2009, den Vorabend des letzten Heimspiels der Saison Spiels in der äußerst ungeliebten Düsseldorfer LTU-Arena. Empirisch bewiesen. Haben es die armen Leverkusener doch in bis dato 7 “Heimspielen” nicht geschafft, auch nur einmal zu gewinnen. Zumindest in der Liga. Im DFB-Pokal liefs “ganz flüssig”, wie einst bei Paul Breitner… 3:0, 4:2, 4:1…das kann sich sehen lassen. Wäre da nicht eben der lästige Alltag “Bundesliga”.
Und wie es der Zufall so will, darf ich morgen bei dem womöglichen Endspiel Wurstkick gegen die im Prinzip gerettete Borussia aus Mönchengladbach im Stadion sitzen. Wie bei dem unfassbar schlechten Spiel gegen Bielefeld vor einer Woche. Krass, das Spiel wurde innerhalb von nur einer Woche praktisch aus meinem Kopf verbannt. Das war auch ein Kick zum Abgewöhnen. Fast wie ein Vorbereitungsspiel Mitte Juli – einfach müde und lahm (wörtlich).
Tja, woran lag es, dass der Bayer die Rückrunde in diesem wirklich schönen Stadion so vergurkt hat?
Am Alt-Bier? An den bunten Sitzen? An der stickigen Luft, da das Stadion ja nicht nur einen Meter hoch ist, sondern ein richtiges Allround-Stadion ist? Lag es am (womöglich) anderen Rasen?
Woran es auf jeden Fall nicht gelegen hat: Am schließbaren Dach. Da wurde mir zugetragen, dass die Bayer-Verantwortlichen das nicht nutzen wollten, damit “der Zuschauer sich nicht daran gewöhnt, denn in Leverkusen wirds so was nicht geben”.
Das ist ja eine Begründung wie aus dem Kasperle-Theater und hat mir ein herzliches Lachen entlockt. Zum Glück gabs bei den Spielen wenigstens (gewohntes Gaffel-)Kölsch, daran hätte sich der geneigte Leverkusen-Fan wohl nicht gewöhnen können.
Womöglich lag es aber auch daran, dass Henry Maske es nicht geschafft hat, auch in der LTU-Arena eine McDonald´s-Filiale zu eröffnen. So hätten die Fans wenigstens etwas Gewohntes gehabt. Und der Helmes wirkte die Rückrunde so schwerfällig, bei dem wirkt sich das Nicht-Essen eines Cheeseburgers in der Halbzeitpause vielleicht antiproportional auf seine Leistungsfähigkeit aus.
Im Gespräch ist ja derzeit auch, den Trainer, Bruno Labbadia, nach einem Jahr Haft frühzeitig wegen guter Führung Erfolglosigkeit zu entlassen.
Gut, der Bayer ist nach der Tabellenführung am 13. Spieltag mittlerweile auf Platz 9 geschwemmt worden, aber dass Kapitän Bruno (nicht zu verwechseln mit Käptn Iglo) daran allein alleinschuldig ist…nein, da wehre ich mich! Aber das jetzt zu sehr auszuführen, würde wohl Stunden und dauern und dennoch nur Spekulation sein – ich stecke halt nicht drin (in der Materie).
Aber die Spieler springen bei Ecken und Freistößen unter den Bällen durch, und die Spieler bleiben vorne stehen, wenn ein Konter läuft. Und, und, und…da hat die “Seite wohl zwei Medaillen”.
So, wie siehts also kommende Saison aus?
Mal spekulieren: In der Abwehr wird mit Sami Hypiä immerhin ein Leuchtturm stehen, der die Kogge dem Kutter die Richtung weist. Bruno wird womöglich dann nicht mehr da sein, aber vllt. findet sich ja was: Wie wärs nochmal mit Klaus Toppmöller? Der war immerhin schon im Champions-League-Finale? Oder Erich Ribbeck, der hat den Uefa-Cup gewonnen. Oder Reinhard Saftig, der hat den Bayer ins DFB-Pokal-Finale gebracht, was der gute “Stepi” Stepanovic dann schließlich gewonnen hat.
Lothar Matthäus ist auch frei. Oder Mirko Slomka (ein Bruder im Geiste von Michael Skibbe). Thomas Doll würde dem Kroos wohl auch gut zu Gesicht stehen
Das Spielchen könnte man wohl ewig weiter führen.
Die Zeit wirds zeigen, schönen Saisonausklang liebe Leverkusen-Fans, wir sehen uns immerhin noch in Berlin!!
*Update*
Na, und wie soll es natürlich anders laufen…wenn man mal was Provokantes schreibt (und ich bin sicher, dass dieser Blog für viele Bayer-Spieler Frühstücks-Lektüre war
), dann fühlen sie sich an der Ehre gepackt und gewinnen ausgerechnet im letzten Spiel mit 5:0. Na ja, immerhin wars so sehr versöhnlich