Mein Berlin-Wochenende
Wie bereits am Freitag in einem kurzen Beitrag erwähnt, ging es um 6.45h am Freitag, den 29.5.09, los.
Gemütlich im Kombi meines Vaters, auf nach Glienicke-Nordbahn. Ist nicht direkt Berlin, aber nur knapp nördlich vom Bezirk Reinickendorf – der Heimat des Playboy 51! Vorweg gesagt: Den haben wir leider nicht gesehen
Stau gab es durch unsere wohlüberlegte Fahrtzeit nur auf dem Berliner Autobahn-Ring, waren aber kurz vor 14 Uhr in eben jenem Glienicke-Nordbahn angekommen. In der Schwedenstraße. Passte ja, denn unsere Gastgeber an diesem Wochenende haben wir irgendwann in den 80ern wo kennen gelernt? Na klar, in Schweden! An dem Tag haben wir dann auch nicht mehr allzu viel gemacht: Nur ein wenig erzählt, abends bei einem äußerst Ouzo-spendablen Griechen Essen gewesen – ach ja, und einen Reifenwechsel haben wir auch gemacht! Macht man ja als guter Gast, gehört quasi zum guten Ton.
Am Samstag haben wir uns dann zur S-Bahn in Hermsdorf (einem wirklich pittoresken Städtchen mit einem formidablen Bäcker) bringen lassen, um in die Stadt zu fahren. Ziel: Friedrichstraße!
Dort sind wir dann auch gekonnt umgestiegen, um zum Mehringdamm zu fahren, wo mir von mehreren Stellen die Pommesbude “In”-Pommesbude “Curry 36″ empfohlen wurde. Geschmeckt hats ganz okay, war aber keine Offenbarung.
Von dort aus sind wir dann zum Checkpoint Charlie gefahren. Dem Ort, wo man alles erwartet hätte: Touristen, Taschendiebe, Verkäufer von allem möglichen Ost- und Russen-Kram. Aber was ich nicht erwartet hatte, war eine Tamilen-Demonstration! Kein Scheiss, die verfolgen mich! Diesmal waren es locker über 1000 Nervenden Personen, die uns von da ab relativ lang begleitet haben. Ich weiß nicht, wer das genehmigt hat, aber die durften allen Ernstes vom Checkpoint Charlie über den Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor und Reichstag marschieren. Und wir natürlich mittendrin, weil die exakt unsere Laufstrecke abgegangen sind. Da hats natürlich auch nur mäßig Spaß gemacht, bei dem ganzen Getrommle und Gegröhle und Gedemonstriere…
Am Brandenburger Tor sind wir dann nach einer kurzen Verweildauer samt Fotos und Erinnerungen an alte Zeiten “Unter den Linden” in die Bahn und zum Alexanderplatz, um das höchste Gebäude Deutschlands aus nächster Nähe zu beobachten. Da wir weiterhin möglichst unorthodox unseren Weg beschreiten wollten, sind wir nun zum Savignyplatz gefahren, um von dort den gesamten Ku’damm runterzulaufen, gen (Kaiser-Wilhelm-)Gedächtniskirche, wo die Bayer04-Fanmeile war.
Auf dem Weg dorthin sind uns (natürlich) zwei Dinge passiert. Erst sind wir an Udo Walz’ Frisiersalon vorbei gelaufen, wo ich dann so in Gedanken an eine neue, möglichst teure Frisur war, dass ich das Lokal daneben verpasst habe, zu beobachten. Mir wurde allerdings aus verlässlicher Quelle (meinem Vater) berichtet, dass wir soeben an der höchsten Berliner Prominenz – Michael Preetz - vorbei gelaufen sind, welcher gemütlich zu Mittag speiste.
Am Breitscheidplatz (bei der Gedächtniskirche) wurden wir dann von einem rot-schwarz-grün-weißen Meer aus Fußballanhängern empfangen, die friedlich (!) ihr(en) Nachmittags-Bier(kasten) genossen. Inklusive Leichlinger Lokal-Prominenz (ungefähr allen Leuten, die ich kenne).
Von dort aus (Zoologischer Garten) gings dann ins Olympiastadion. Endlich! Dort angekommen, hat es dann auch sofort angefangen (orkanartig) zu regnen, ohne uns jedoch auch nur mit einem einzigen Tropfen kühlem Nass die (selbstgeflochtene selbst frisierte) Frisur zu versauen…
Nun ja, die Spiele (Frauen-Fußball sowie Fußball
) sind Geschichte, da muss man nicht viel zu sagen. Nur: Warum wechselt der Labbadia eigentlich erst in der 85. Minute und bringt nicht mal den “Schneider Bernd”?
Alles Skandieren in der Richtung hat nix geholfen, das Spiel verloren und der Bruno wird wohl alsbald (wie ja ungefähr jeder Trainer in der Liga) ausgewechselt. Und der Adler wechselt ja jetzt zum FC Bayern, wo der Bayer verloren hat und nicht international spielen wird. Man (der Adler) will ja seine WM-Chance wahren.
Was mich dieses Wochenende gelehrt hat:
- Berlin ist immer eine Reise wert!
- Berlin ist (im Zentrum) gar nicht so weitläufig, wie man es annehmen sollte. Kann man alles sehr schön zu Fuß erreichen.
- Ich werde definitiv 2009 nochmal nach Berlin fahren (diesmal aber eher mit meiner Freundin statt meines Vaters, wobei das auch gut war!)
- Bayer 04 Leverkusen wird niemals irgendetwas gewinnen. Und einen Titel schon gar nicht!
- Ich kann mich rühmen, das letzte Spiel Diegos live im Stadion gesehen zu haben.
Foto-Impressionen des Wochenendes gibts hier
Danke an alle Beteiligten für das Wochenende, ich werds in allerbester Erinnerung behalten!
2. Juni 2009 um 18:05 Uhr
Eines vorweg, daß es mit mir auch gut war, freut mich! Das mit der Currywurst kann ich bestätigen, die war eher 2. Liga – und bei der Currywurst kenn´ ich mich aus!! Aprpos Frisur, ich glaube, auch wenn Du 100 Euro beim Udo Walz läßt, da ändert sich nichts!!! Ob Leverkusen jemals einen Titel holt liegt natürlich am Trainer – s.o. betr. Einwechslung ( ist der Bruno noch Trainer??), als auch an der Mannschaft. Da sind die wie die Schalker, wenn es um etwas geht ist zappenduster!! Es war ein “lehrreiches” und auch schönes Wochenende, leider mit einem negativen Ausgang für Bayer-Fans. Aber der bin ich ja nicht so richtig” Einmal Schalker, immer Schalker, vor allem,. wenn man dort geboren ist!!
2. Juni 2009 um 18:19 Uhr
Dann müssen wir ja fast zur gleichen Zeit am Brandenburger Tor gewesen sein…wie wir vor Ort waren wurde es nämlich auch (noch)von den Tamilen belagert. Haben die keine eigenen Tore in Sri Lanka?
2. Juni 2009 um 23:17 Uhr
Foto 9 der Impressionen zeigt ganz deutlich, dass das mit ner neuen Frisur nicht die schlechteste Idee gewesen wäre!
24. Juni 2009 um 19:23 Uhr
Nur mal so zur Info: Hermsdorf ist kein Städtchen, sondern ein Ortsteil des Berliner Bezirks Reinickendorf.