CeBIT 2010 – Erstmalig. Auch einmalig?
So im Großen und Ganzen habe ich seit knapp 15 Jahren was mit Computern zu tun. Privat natürlich vornehmlich. Die CeBIT gibts nochmal 10 Jahre länger. Von der Existenz dieser Messe für “Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation” weiß ich zwar noch nicht ganz so lange, aber lang genug, um mich jedes Jahr zu fragen, warum ich noch nie da war.
Früher waren die Gründe stets die Kosten (2010 38€ pro Karte zzgl. Anfahrt), die mich abgeschreckt haben. Dieses Jahr aber kamen einige Dinge zusammen, die mich bewegten, dort mal zu erscheinen.
- Online-Shops etc. schmeißen Tickets für lau raus.
- Mein Vater wollte das nutzen und bot sich und sein Auto an
- Die Plattform Mitfahrgelegenheit.de ließ die Gesamtkosten für uns (mein Vater, meine (in dem Zusammenhang) bemitleidenswerte Freundin und mich) gen 0 tendieren. Da die Benzinkosten von 2 Mitfahrern de facto bezahlt wurden.
Interessant bei der Mitfahrgelegenheit war, dass es tatsächlich funktioniert. Innerhalb von 48h waren die beiden Plätze belegt. Was nicht klappt: Lesen! Zumindest bei den danach noch anrufenden rund 10 Leuten, die nicht lesen konnten, dass ich im Angebot geschrieben hatte, dass selbiges bereits voll war. Soweit, so gut.
Die CeBIT selbst war für mich als Privatmensch und Computerinteressierten, der allerdings nicht proaktiv auf Jobsuche war, ein Reinfall. Es gab summa summarum vielleicht 5-10 interessante Stände, aus der Thematik “connected worlds” wurde (wie gesagt: für mich persönlich!) auch zu wenig gemacht.
Ich mag die Idee, Papierhaufen in Firmen durch Digitales zu ersetzen. Wenn es denn klappt. Per Bluetooth und Handy Türschlösser zu steuern, ist ebenfalls interessant. Aber leider viel zu teuer (Thema: BlueID). Im Privatbereich. Selbst im Kleinst-Firmen-Bereich lohnt sich das nicht, wenn nicht täglich neue Leute ein und aus gehen.
Das größte Problem an der Sache war allerdings: Die vermeintlich interessanten Sachen habe ich entweder nicht gefunden, oder es wurde mir vorenthalten. Leider war es (wie bei der GamesCom im August 2009 auch) so, dass man die nützlichen Informationen einfacher und schneller per Internet zeitnah zur CeBIT bekommt, ohne, dass ich 5h lang durch die Hallen latschen muss.
Worst case für einen (kleinen) japanischen Aussteller übrigens: Zwei von denen saßen an deren Stand, wo nichts, aber auch gar nichts ausgestellt wurde, mit einem Schild vor sich: “Paris airport lost our luggage.” Owned. Fail. Einmal um den Globus, wofür? Nix. So kams mir mit der CeBIT auch vor.
8. März 2010 um 18:50 Uhr
Tja Junior, in etwa das Gleiche habe ich der Iris dann zu Hause auch erzählt. Einmal im Leben, muß aber nicht noch einmal sein!! Ich hoffe, Ihr konntet aber wenigstens auf der Rückfahrt gut schlummern. Wie habe ich zu meinem Beifahrer gesagt: Wie im richtigen Leben, die Kleinen schlafen!!!
9. März 2010 um 21:02 Uhr
Also nächstes Jahr wollen die das was anders machen, eine Halle nur für consumer electronics. DAS würd ich mir sogar noch ansehen wollen, aber dieser ganze Firmenscheiss ist für Privatpersonen halt uninteressant…
Und ja, gut geschlafen haben wir – das war aber auch nötig!