Und warum(,) Bratwurstchristian?
Nachdem ich irgendwann mal erzählt hatte, wie es zum Namen “Buba” gekommen ist, hier jetzt die Erklärung, wie “Bratwurstchristian” zustande kam. Danke dabei an Georg für das Auffrischen meiner Erinnerung, denn die verblasste da mit der Zeit (und nahezu vollständig um genau zu sein).
Vorab: Es ergab sich vor langer, langer Zeit – exakt ist leider nicht mehr fest zu stellen, wann es war – aber es muss so ungefähr 1998 gewesen sein, dass einige junge Leute das Internet für sich entdeckt hatten.
Dabei ist anzumerken, dass damals das Internet noch nicht so viel mit dem heutigen Internet zu tun hatte. Heut hat jeder Penner (sieht man ja an mir) seine eigene Homepage, teils auch mit aufwendigen Java-Scripts oder sogar Flash-Inhalten. Damals gabs einfach nur HTML. Das war auch gut so, denn damals gabs auch noch nicht diese wundervolle Erfindung DSL, sondern nur so was mittlerweile obsoletes wie “Modem“, oder, wenn man schon was elitärer war, “ISDN“.
Da ich aber nie elitär und toll war, hatten wir nur “Modem”. Angefangen mit 33k (und das hieß 5 Kilobyte pro Sekunde maximal, nicht wie mittlerweile bei jedem 5-HUNDERT Kilobyte (und mehr)), später dann mit krassen 56k
Und da ich wie gesagt nicht elitär war, hatte ich damals so was grandios Tolles mit Namen “Germany.Net” - im Ernst, so hieß mein erster Provider. Der war (für damalige Verhältnisse) spottbillig und hat 5 Pfennig die Minute gekostet. Das waren 3 Mark die Stunde! Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass es teilweise heutzutage Flatrates für nicht viel mehr bekommt. Das Lustige an Germany.Net war, dass die sich über Werbung refinanziert haben. So hat man zwar weniger bezahlt, hat aber alle 5-10 Webseitenaufrufe eine Werbe-Seite bekommen statt der aufgerufenen – und kam erst mit einem Klick auf “weiter” zum gewünschten Ziel.
Heutzutage ists ja auch so, dass jeder nicht nur den Firefox benutzt, sondern auch so was wie Thunderbird oder Outlook oder so was. E-Mail-Clients halt. Gabs damals teils auch schon (Thunderbird nicht soweit ich weiß), aber war bei uns nicht so verbreitet. War ja auch ziemlich neu! Und ICQ haben wir auch erst kurz darauf für uns entdeckt.
Okay, ich weiß, das war jetzt viel nostalgisches Blabla, aber ich komm sofort zum Punkt:
Auf jeden Fall war es damals so, dass eine Gruppe junger Männer mit Begeisterung die Möglichkeit genutzt hat, sich E-Mails zu schicken. Da wir aber noch kein Mail-Programm installiert hatten, wo man diese Mails einfach offline vorschreiben kann und dann nur zum Schicken online ging (so was gabs echt, da war man nicht 24/7 online!), haben wir es so gemacht, dass wir die Mails offline in Word oder sonstwo vorgeschrieben haben, dann uns auf der Webpräsenz bei GMX o.ä. eingeloggt haben, den Text in eine Mail eingefügt und dann verschickt haben. Sehr umständlich, aber damals wars einfach so
Und irgendwann hat es sich dann etabliert, “würdige” Betreffs für die E-Mails zu finden. Da sind die Gedanken nun frei, und wer kann sie erraten? Niemand natürlich
Na ja, und im Zuge einer Tendenz, Vornamen mit lustig klingenden Dingen zu verknüpfen, entstand auch der Name “Bratwurst-Christian”. Nebenbei heiße ich bei einem gewissen G. bis heute so in seinem Handy!
Als ich dann vor über einem Jahr entschieden hatte, eine eigene Homepage haben zu wollen, stellte sich mir irgendwann die Frage, wie man sie denn nennen mag. Das Problem bestand dabei in zwei Punkten: Erstens sollte die Domain für andere möglichst einfach zu merken, auf mich passend und wenn möglich lustig klingen. Und das zweite war, dass jegliche mir einfallende Kombinationen mit “Buba” schon vergeben waren.
Da hab ich mich dann irgendwann für “Bratwurstchristian” entschieden. Klingt halbwegs lustig, hat irgendwas mit mir zu tun und vor allem kann mans sich glaub ich relativ gut merken.
So, genug gelesen, das Geheimnis rund um “Bratwurstchristian” ist gelüftet. Ist an sich nicht sonderlich spannend, aber da kann ich ja auch nix für