Dez 1 2009

Adventskalender mal anders

Ihr kennt das wahrscheinlich (wie ich) seit eurer Kindheit. Irgendwann am 30. November kommt Mutti in Euer Zimmer und drückt euch einen Adventskalender von Aldi in die Hand, damit ihr an den folgenden 24 Tagen schon mal Vorfreude in Form von Schokolade aufbauen könnt.

In den letzten Jahren (bei den meisten, wenn man ausgezogen ist) hat sich das dann etwas gelegt und ich hab vllt. mal von meinem Schatz einen solchen Adventskalender bekommen. Doch letztes Jahr hat sich das geändert: Sie hatte mir einen liebevoll und mit persönlichen Dingen gefüllten Adventskalender geschenkt. Da war dann natürlich AUCH Schokolade drin, aber eben auch Fotos, Briefe und so :-)

Und dieses Jahr haben wir es dann so entschieden, dass wir uns gegenseitig mit einem solchen Adventskalender beglücken. Daher habe ich auch die letzte Woche etwa tagtäglich Stunden entweder am Computer (Planung, Notizen) oder in Geschäften (Ausführung der Planung und Notizen ;-) ) verbracht. Doch es hat sich gelohnt.

Und was mein Schatz gemacht hat, hat sich offensichtlich auch gelohnt:  :-)

adventskalender

Wenn erzählenswerte Türchen dabei sind, werd ich das hier selbstverständlich tun :-) Im ersten, heutigen Türchen war ein netter kleiner Brief, ein Foto sowie genug Schoki, um sämtliche Tageskalorien in 30 Minuten zu verbrauchen :-)


Okt 26 2009

Ich will Hand- oder Papiertücher!

Gestern war es nach einiger Zeit mal wieder soweit: Ich bin (mit meiner Freundin) nach Thüringen gefahren. Einen Zwischenstopp haben wir in Hessisch Lichtenau beim wohlbekannten Pommes- und Formfleisch-Schnellimbiss eingelegt. Um auf die Toilette zu gehen gibt es unterwegs eh nix besseres! (vor allem nicht die schmierigen Rastplätze).

Doch eins ist mir auch da wieder (wie jedes Mal) aufgefallen: Warum haben die an den Waschbecken keine Hand- bzw. Papiertücher? Immer nur diese vermaledeiten Mist-Föns für die Hände!

Denkt mal darüber nach: Der Erfinder mag sich nur Gutes gedacht haben, und theoretisch ist das auch toll, umweltfreundlicher und quasi frei von Folgekosten. Aber was nützt mir all das, wenn meine Hände nach dem ‘Trocknen’ genauso feucht sind wie zu Anfang???

Beim (zugegeben: unwahrscheinlichen) Lesen dieses Textes muss sich die Herstellerfirma ins Fäustchen lachen. Nicht nur, dass das Produkt höchstens mittelmäßig ist, nein, sie verdienen damit auch noch Fantastilliarden, da ungefähr in jeder (semi-)öffentlichen Toilette so Dinger hängen!

Dies ist gleichzeitig meine 11. Sache, die es nicht geben dürfte!

PS: dieser Text wurde am Android-Phone mit ‘WPtoGo’ geschrieben. Ging erstaunlich gut!


Okt 18 2009

Online-Stöckchen die 1.: “10 Dinge, die es nicht geben dürfte”

Vor einigen Tagen wurde mir per Twitter-Eintrag ein virtuelles Stöckchen zugeworfen. Was das genau bedeutet, wusste ich bis vor kurzem selbst nicht. Man wird quasi online dazu aufgefordert, irgendwas zu machen. So was wie früher Kettenbriefe oder Umfragen per E-Mail, die man beantworten und an 10 Leute weiter schicken musste (Georg, hast du so Umfragen noch??)…und dieses (mein erstes) Stöckchen trägt die Überschrift: Dinge, die es nicht geben dürfte.

Dominik (von eneinz.de) hat seine 10 Dinge hier niedergeschrieben und mich dazu aufgefordert, es ihm gleich zu tun. #

Also los, hier meine 10 (äußerst ungeliebten) Dinge, die es nicht geben dürfte:

  1. im Speziellen bundesligafreie und im Allgemeinen fußballfreie Zeit. Die schlimmste Zeit des Jahres!
  2. …wenn das Geld- vor dem Monatsende ist
  3. unfreundliche Verkäufer, die den Anschein erwecken, den Verkauf gar nicht nötig zu haben. Der Kunde ist König!
  4. Leute im Fernsehen, die mich zum Fremdschämen bringen
  5. eindeutig schlechte, einfallslose Werbung für Produkte, die eh kein Mensch kaufen möchte
  6. den Staub in meiner Wohnung
  7. zu wenig Bier im Haus, wenn die Freunde mal wieder vorbei kommen
  8. Bahnbedienstete, die trotz Zugverspätung die Tickets kontrollieren
  9. Politiker, die trotz eindeutiger Ahnungslosigkeit für oder wider irgendwas sind
  10. “Geiz ist geil”-Mentalität bei Dingen, wo es nicht angebracht ist (z.B. Elektronik/Handys/langsamen USB-Sticks..)

So, das waren jetzt meine 10 Dinge, die es eigentlich gar nicht geben darf. So was wie Krieg oder tödliche Krankheiten ist mir zu profan, da man daran eh kaum was ändern kann…

Das Stöckchen werfe ich nun einfach mal weiter an den lieben Jörg, an Sven, von dem ich schon ewig nix gehört habe und an meine Freundin :-) Letztere darf dann ihr Stöckchen per erstmaligem Gast-Beitrag an dieser Stelle veröffentlichen :-)


Dez 15 2008

Stockholm 2008

Wie bereits vorher kurz  erwähnt, waren meine Freundin und ich vergangene Woche für einen kurzen Aufenthalt in Stockholm. Das Folgende beschreibt einfach kurz das Warum, das Wie und alles, was drum herum interessant sein könnte :-) Ist leider etwas länger ausgefallen, doch ich denke, dass sich das Lesen lohnt :-) Fotos haben wir auch gemacht, die sind hier.

Warum überhaupt Stockholm? Nun ja, das liegt wohl an zwei Dingen. Zum einen daran, dass  Stockholm eine sehr schöne Stadt ist, in der ich seit 12 Jahren nicht mehr war, und meine Freundin noch gar nicht. Zum anderen ergab es sich vor einiger Zeit, dass Ryanair (mal wieder) Flüge für 1 Cent rausgehauen hat. Na ja, ganz so günstig war es dann doch nicht, denn zu den 4×1 Cent kamen immerhin noch 4×4€ Kreditkarten-Gebühren dazu. Macht also für 2 Personen hin und zurück 16,04€. Kann sich sehen lassen. Vom Flughafen Weeze Niederrhein in Weeze nach Stockholm Skavsta Flygplats :-) Weeze sagt wohl jedem etwas, und Skavsta ist quasi das gleiche in grün für Stockholm. Heißt: 100km davon entfernt.

Wir sind dann dienstags früh um 7.30h losgefahren, haben das Auto am Flughafen in Weeze stehen gelassen (für 9€/Tag) und sind um 10.05h mit dem Flugzeug gen Stockholm abgehoben. Der Flug war ryanair-typisch: Wenig bis keine (für Leute >1,90m) Beinfreiheit und Stewards/essen, die einem permanent irgendwas andrehen wollen. Dafür halt äußerst preisgünstig und pünktlich (was uns bei der Landung auch per Fanfare mitgeteilt wurde).

Zum Glück hatte ich ja vor ein paar Wochen ein Konto mit Kreditkarte eröffnet, denn dies hat sich die nächsten 24h als äußerst nützlich erwiesen. Es fing an mit dem Bezahlen unseres Shuttle-Busses vom Skavsta Flygplats (in Nyköping übrigens) nach Stockholm “Centralen” (Hauptbahnhof halt). Das ging nämlich am allerbesten per Kreditkarte, und so waren die 45€ für den Transfer (hin und zurück) innerhalb von 30 Sekunden weg.
Die 80-minütige Fahrt verlief soweit ganz gut, und dann standen wir plötzlich um 13.30h in Stockholm am “Centralen”. Sind dann erst mal zu unserer Nächtigungsmöglichkeit gegangen. Es war das City Backpackers Hostel, wo wir uns in einem “8 bedded shared room” eingebucht hatten. War auch schnell (<5 Min.) und einfach zu finden und insgesamt (okay, wir haben keine Vergleichsmöglichkeit, da es unser erster Hostel-Besuch war) ganz in Ordnung. Unser Zimmer haben wir uns mit insg. 4 anderen (juvenilen Typen) geteilt: Einer, der als unauffälig beschrieben werden könnte, einer mit einem Spiderman-Kissen, ein Tauber und ein Stummer. Kein Scheiss! Ewe also das einzige weibliche Wesen :-D

Jetzt von  Stockholm bis ins kleinste Detail zu berichten, wäre sicher übertrieben und würde jeden davon abhalten, überhaupt weiter zu lesen (weil es einfach zu lang würde), daher ist das nächste etwas kürzer gehalten.

Gamla Stan (die Altstadt Stockholms) ist auf einer Insel und ein sehr pittoreskes Fleckchen Erde. Enge Gassen, (Achtung Insider!) im Gegensatz zu Weimar  keine Skins am Bahnhof (der ja auch gar nicht in der Altstadt ist).
Wer einen Studentenausweis hat, sollte ihn auf jeden Fall mit nach Stockholm nehmen, denn dies ermöglicht in allen Sehenswürdigkeiten Ermäßigungen.

Dienstag (Abend) waren wir dann noch im Moderna Museet (Modernes Museum, wie man sich vllt. denken kann) und  sind ein wenig durch Stockholm geschlendert. Im Moderna Museet waren wir dann auch in deren Restaurant und haben echte schwedische Köttbullar gegessen! :-) Die waren aus echtem Fleisch und mit echten Preiselbeeren! Und der Salat dazu war gratis inkl. des wirklich besten Brotes, dass ich seit langem gegessen hatte! Unglaublich frisch und schmackhaft, einfach perfekt! Als krassen Gegensatz dazu haben wir später in der Stadt in einem amerikanischen gelb-roten Schnellrestraurant den wahrscheinlich fürchterlichsten Kaffee unseres Lebens getrunken. Da war wohl die Milch nicht mehr so ganz gut (oder das Milchpulver, keine Ahnung, was die da benutzen). Dabei sollen die Schweden echte Feinschmecker sein, sind sie doch in der pro-Kopf-Verzehr-Statistik in Sachen Kaffee auf Platz 2 in der Welt!

Die Nacht war dann soweit unspektakulär, haben beide erstaunlich gut und fest geschlafen. Sind auch früh raus, haben dann unseren zweiten schwedischen Kaffee zu uns genommen (beim Frühstück im Hostel). Dieser Kaffee war im Gegensatz zum ersten wirklich vorzüglich! :-) Sind dann mit unseren erworbenen 24h-Tickets für Bus & Bahn (10€ p.P.) zum Kaknästornet gefahren. Das ist der 155m hohe Funk- und Fernsehturm und gleichzeitig das höchste Gebäude von Stockholm (und sogar das höchste für Touristen zugängliche Gebäude in ganz Schweden). Der Ausblick war ganz nett, lohnt sich aber nur an einem sonnigen Tag (den wir nicht hatten). Von dort aus sind wir dann ins Vasa-Museum, dem Wahrzeichen von Stockholm. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte sich bei Wikipedia erkundigen. Und die Fotos anschauen!

So, genug des Lamentierens, jetzt die interessanten Dinge :-D
Was man wirklich auf jeden Fall mit nach Stockholm nehmen sollte ist eine Kreditkarte, denn der Schwede bezahlt echt alles mit Kreditkarte! Egal, ob man nun im Museum, im Restaurant (oder bei McDonald’s/Burger King) oder sonstwo etwas bezahlen will, ist man damit immer optimal ausgerüstet.
Des weiteren sprechen wirklich alle Schweden super Englisch, dass man  auch ohne Schwedisch-Kenntnisse überall zurecht kommt. Schwedisch ist allerdings eine so lustig klingende Sprache, dass man sie eigentlich unbedingt lernen muss.

Man könnte auch wissen wollen, dass in Stockholm (bzw. dessen Vorort) der größte Ikea der Welt ist. Wir waren nicht da, aber es fahren halbstündlich kostenlose Shuttle-Busse aus der Innenstadt dorthin :-D
H&M ist übrigens auch aus Schweden, was mir zumindest bis zum Tag des Trips nicht bewusst gewesen ist. Aber man merkt es, denn im Stockholmer Zentrum gibt es mindestens 5 H&M-Geschäfte.
Das einzige, was es noch häufiger gibt, sind 7Eleven-Läden (so teuer und vom Flair so wie bei uns Tankstellen) sowie McDonald’s. Es gibt in der Innenstadt (und wir waren wirklich nicht mal ansatzweise im ganzen Stockholmer Gebiet unterwegs) mindestens 10 Filialen.

Die schwedische McDonald”s Konkurrenz ist übrigens “Max”. Auch so ein Fast-Food-Systemgastronomie-”Restaurant”. Wollten da mal einen Kaffee trinken, der an sich 10 Kronen (etwa 1€) kosten sollte. Da die aber so nen Automaten da hatten, Becher bereit standen und bei Kaffee “gratis” dabei stand, haben wir uns den einfach “gratis” genommen. Keine Ahnung, ob wir jetzt den Laden beklaut haben, der Tischabräumer hat auch was komisch geguckt, der Kunde nach uns aber das Gleiche getan. Falls jemand das mal herausfindet, kann er uns hier an dieser Stelle gern informieren :-D

So, das solls vorerst von Stockholm gewesen sein, falls mir noch was einfällt, werd ich es nachtragen. Fotos haben wir natürlich auch gemacht und die sind hier in der Galerie verewigt :-)


Nov 21 2008

Also manchmal… (MFG-Bericht Nr. 38161942)

… da frage ich mich, ob die Menschen auch nachdenken, oder einfach nur handeln, ohne Rücksicht auf Verluste. Friendly Fire fällt mir dazu noch ein, gibt es auch, passt thematisch aber leider nicht, daher nur als Erwähnung :-D Es ist eher das Prinzip der (betriebswirtschaftlichen) Heuschrecken, wo man selbst den eigenen Vorteil sucht, ohne auf die Umgebung zu achten.

Also, ich komm soeben aus Weimar zurück. Mal wieder mit einer Mitfahrgelegenheit. Meine Hinfahrt war gut. Nicht Weltklasse, aber eine solide 3+ auf jeden Fall! Hat mich vom Düsseldorfer Hbf nach Erfurt mitgenommen, wo ich dann noch kurz in den Weimarer Hafen übersetzen musste (das ist eine Metapher, Weimar hat keinen Hafen, falls sich jetzt jemand wundern sollte).

Die Tage waren soweit auch sehr schön, waren in Erfurt – wollten Kulturbesuch machen: Augustinerkloster, Erfurter Dom, Krämerbrücke. Was es so in Erfurt halt alles gibt. Nun ja, im Endeffekt waren wir bei IKEA und ein wenig shoppen. :-D Sind irgendwann scheinbar falsch abgebogen, standen wir in der Shopping-Meile und kamen da nicht mehr weg ;-)

Nun denn, aber nun zum eigentlichen Thema. Meiner Rückfahrt!
Die Absprache erwies sich schon als schwierig, da der Telefonkontakt durchaus als “Scheisse” beschrieben werden durfte. Dazu kommt dann noch, dass der werte Herr es nicht für nötig hielt, den (sonst für Weimar) üblichen Startpunkt zu wählen, sondern mitten in der Pampa von Weimar. Und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt! Dort angekommen warteten schon zwei Persönchen auf mich, in Form von weiteren Mitfahrern. Aber durch ein kurzes Durchzählen (und meine Vorkenntnis, dass in Erfurt noch jemand zusteigen würde) wurde uns schnell klar, dass die Fahrt anstrengend wird: Skoda Octavia. Gutes Auto erst mal, keine Frage (zufälligerweise genau das gleiche wie auf meiner Hinfahrt). Aber mit Fahrer, jemandem aus Erfurt, den zwei anderen und mir fuhren im Endeffekt fünf Personen diese 400km lange Strecke. Das versprach ja chic zu werden! Die Stimmung war bereits wenige Minuten nach Fahrtbeginn unterhalb des Gefrierpunkts. Doch das Grauen sollte erst noch beginnen.

Denn es war auch nicht notwendig, in Erfurt den Hauptbahnhof anzusteuern, oh nein! Der werte Herr Fahrer wollte sich lieber irgendwo in der Erfurter Pampa (das ist kein Witz, sondern die pure Wahrheit!) treffen. Ergebnis: Wir mussten erst mal 20 Minuten zu dem Ort überhaupt hin irren, um dann im Endeffekt mit drei Personen auf der Rückbank bestückt die Reise antreten zu können. Ich hatte dabei schon die Glückskarte gezogen, denn ich durfte (wie zumeist, es leben die großen Körperdimensionen) immerhin vorne sitzen. Musste mir den Platz nur mit meinen Knien, meiner Apfelschorle und einem zwei Zentner schweren Atlas teilen.

Und als ob all das nicht genug wäre, war bekanntlicherweise heut auch “der schlimmste Sturm seit Kyrill”…war ja klar, dass ich genau in dem Schlamassel nach Hause fahren muss! Allerdings hat die Fahrt dafür, dass wir für die ersten 100km zwei Stunden gebraucht haben, mit insgesamt 5 Stunden Fahrtdauer relativ kurz gedauert. Frech fand ich dann allerdings, als meine Mitfahrer ihn fragten, ob es (statt der üblichen 20€ für die Strecke) einen Rabatt geben würde, da die Fahrt ja tendenziell eher unbequem sei, seine Antwort:

Nein, bitte jeder 20€, ich habe bei dem Auto ja auch Wartungskosten.

Da wusste ich ja nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Erst hat dieser Idiot kurzdenkende Kerl 4 (in Worten: VIER) Mitfahrer an Bord, wovon exakt vier scheisse gesessen haben, und dann verweigert er denen auch noch einen Rabatt, obwohl ihn selbst die Fahrt an Sprit höchstens (mit viel Wohlwollen) 50€ gekostet hat.

Na ja, was bringt das aufregen? Ich bin zu Hause, bin sicher angekommen, und nächste Woche beginnt das Abenteuer auf ein Neues! :-)


Nov 3 2008

Weimar, Qype und die “Drei Gleichen”

Heute vor einer Woche hatte mein Schatz Geburtstag (nochmal natürlich alles Gute nachträglich an dieser Stelle!), nur irgendwie wusste ich nicht, ob ich dies hier verewigen sollte, oder nicht. Habs im Endeffekt (bis soeben) sein gelassen, wie man sieht :-)

Aber an sich gehts um was anderes: Ich war geburtstagsbezogen natürlich in Weimar! Und irgendwie wars diesmal so, dass man zumindest ein wenig erzählen kann :-) Offiziell/Ursprünglich sollte/wollte ich sonntags mit einer Mitfahrgelegenheit (by the way: Immer noch das beste Mittel, ohne eigenes Auto von A nach B zu kommen!) fahren. Da sich aber Samstag bei mir einiges zerschlagen hatte, bin ich dann spontan bereits samstags gefahren. Von Köln-Deutz aus. Mit Ralf aus Erfurt. “Pünktlichst!” (Zitat eben jener Ralf). Mit einem roten VW-Bus mit grünem Dach :-D

Haben uns im Endeffekt 4h lang super unterhalten, er hat mir empfohlen, zu den “Drei Gleichen” (was bei Erfurt drei ähnlich aussehende Burgen/Burgruinen sind) einen Wanderausflug zu machen. Doch dazu mehr später…stand dann um 21h abends in Weimar vor der Tür und hab jemanden dann etwas (ich denk positiv) überrascht :-)

Geburtstag gefeiert wurde dann in einem Lokal, was ich auf einen Hinweis (hier im Blog als Kommentar) auf qype.de gefunden habe. Habe Qype vorher noch nie gehört, waren abends aber in der Osteria Bertagnolli, seines Zeichens bestbewerteter Italiener Weimars. Man könnte meinen, das sei nicht sonderlich schwer. Ist es womöglich auch nicht, keine Ahnung, war der erste Italiener, wo wir waren :-D
Im Restaurant selbst hatten wir ob des doch feinen Ambientes zuerst sogar Hemmungen, uns angemessen laut zu unterhalten. :-D Das Essen war insgesamt aber zwischen “gut” und “richtig klasse”, die Preisklasse angemessen (2 Essen + Vorspeise + Flasche Wein rund 36€). Insgesamt also gelungen :-)

Einen Tag drauf haben wir dann Ralfs Empfehlung befolgt und sind nach Mühlberg gefahren, wo die Mühlburg ist. Aber insgesamt war der Ausflug eher mäßig. Gründe? Nun ja, Mühlberg ist kleiner als solche bekannten Orte wie Witzhelden, Epsendorf oder Plutos Hundehütte. Die einzigen Menschen dort waren Bauarbeiter, die sich mit 10 Mann um eine Mini-Baustelle getummelt haben.
Der Aufstieg zur Mühlburg war dann kurz und doch langweilig. Das Highlight: Ein Mini-Steinbruch, der von Herrn Sowieso Achtzehnhundertsonstwann eröffnet wurde, um kurz darauf wieder geschlossen zu werden. Grund: Mangelnde Bodenschätze! Grandios, das auch noch zu verewigen, bravo!

Die Mühlburg selbst hat uns als Studenten dann sogar nur 60c/Person Eintritt gekostet (regulär:1,20€). Aber was wir geboten bekamen, war kaum die 60 Cent wert: Ein Bergfried, ein zugegebenermaßen zumindest ordentlicher Ausblick über das Umland und das ungefähr langweiligste Museum über eine Burg, was ich jemals gesehen habe :-D Und wir mögen Museen, Ausflüge und auch Burgen (siehe unsere Kennenlernwoche: Schloss Burg!) eigentlich :-D

Auf der Rückfahrt am Mittwoch dann bin ich übrigens wieder mit dem tollen Tipp-Geber gefahren. War wieder sehr nett, haben uns auch gut unterhalten, meine Meinung zu den Drei Gleichen hab ich allerdings nicht ganz so offen kundgetan, man ist ja höflich :-) Aber war vielleicht auch gut so, so hat mir mein Fahrer zum Ende der Fahrt (im Schatten des Kölner Doms) eine Flasche köstlichen Born Feinkost Brätel Ketschubb (Lautsprache :-D ) geschenkt. Weltklasse, hab mich (ehrlich!) tierisch gefreut und werde diese zwei Fahrten sicher so schnell nicht vergessen! Danke Ralf ! Danke Qype! Danke Drei Gleichen. NICHT!

Erfurt selbst lohnt sich übrigens mehr :-)


Okt 13 2008

back in town

So, ab heute werd ich (hoffentlich) wieder häufiger was schreiben. Doch nur kurz:

War nach meinem Geburtstag noch auf einer kleinen Rundreise, namentlich in Harzburg, doch war das nur eine kleine Stippvisite zum Geburtstag der kleinen Schwester meiner Freundin, um dann mal wieder den Osten unseres Landes zu besuchen: Weimar!

Dort haben wir dann die Wohnung aufs Neue eingerichtet, bei IKEA geshoppt, und was man eben so macht, wenn man eine Wohnung (wieder) neu bezieht. Und gestern Abend bin ich dann heim gekommen, jetzt kommt wieder der Ernst des Lebens!

Mehr dazu aber später… :-)


Aug 6 2008

Roma – Finale Grande: Teil 3 “Montag, Napoli und Pompeji”

Nachdem ich beim letzten Mal ja von den Rahmenbedingungen, dem Flug und dem ersten Tag gesprochen habe, versuch ich jetzt mal, dem Titel auch weitere Worte folgen zu lassen.

Am Montag haben wir dann unsere kulturelle Mission gestartet mit dem Kauf der “archeologiecard”. Kostenpunkt: 22€. Vorteil: Ich hatte fortan für eine Woche die Möglichkeit, einige der bekanntesten Steinhaufen Thermen, Ruinen und Denkmäler zu besichtigen. Das Wetter hat sich auch etwas am normalen römischen Standard orientiert und schien mit rund 30°C und quasi wolkenfrei auf uns herab. :-)

Den Anfang machte mal wieder das Foro Romano (wer sich an den Fotos orientieren möchte: Die Fotos 1-16 sind vom Montag :-) ), wo wir allerdings nur durchgegangen sind, um zum Palatino zu kommen. Wer sich jetzt nähergehend zum Palatino informieren will, klicke bitte auf folgenden Link.
Es gab dort halt einen schönen Ausblick auf den Circo Massimo, (bei Vorhandensein eines Reiseführers) einige Infos zum ehemalig prachtvollen Areal, u.a. mit dem luxuriös ausgestattetem “domus augustana” – Spaß beiseite, wir haben da (zum Glück im Schatten) eine halbe Stunde angestanden, um ein “domus” zu sehen, was mehr eine “Sardinenbüchse” war…der Schlafraum des Kaisers Augustus war gefühlt in etwa so groß wie mein Flur!

Anschließend sind wir dann ins wohl bekannteste Theater der Welt gegangen, das Amphitheatrum Flavium. Der geübte Leser dieser Seite weiß natürlich, dass es sich dabei um das Colosseo handelt. War ganz interessant, das mal von innen gesehen zu haben, wenn man genug Vorstellungskraft hat, sich ein antikes Spektakel vorzustellen :-) Aber durch das Stehlen von Bausubstanz über die Jahrhunderte, um andere Bauprojekte Roms zu gewährleisten, hat das Colosseo zwar sein charakteristisches Flair gewonnen, aber die wohl großartigste Arena aller Zeiten verloren.

Nach dem Colosseo sind wir dann zu einem weiteren berühmten Ort gegangen: Den “Therme di Caracalla”. Erbaut so um 200 nach Christus, von den Goten im 5. Jhd. allerdings zerstört. Und so sah es auch aus, wie man auch ansatzweise auf den Fotos erkennen kann: Hoch gebaute Ruinen, nur mit extrem viel Phantasie zu einer Therme puzzlebar. Von außen sah der Bau sehr beeindruckend aus, da die Außenmauern sogar noch größtenteils vorhanden waren, doch im inneren war nur noch Gras, Kies und Erde…

Am Abend haben wir dann nicht mehr viel gemacht (falls doch, wird das per Kommentar ergänzt hoff ich ;-) ), da es am Dienstag nach Pompeji und Napoli gehen sollte. “Gehen sollte”, weil: Wir mussten um 3.30h aufstehen, um um 6.00h morgens den Zug vom Termini (Hauptbahnhof) nach Napoli zu erwischen, damit wir ab 9.15h die Hauptstadt Kampaniens unsicher machen könnten.
Wir also brav um 23h im Bett gewesen, Wecker auf “halb 4″ gestellt und schlafen gegangen. Nun ja, der Wecker klingelt, ich wache auf – schaue auf die Uhr, und sofort merke ich, dass ich Scheisse gebaut hab. Ich hab “halb 4″ mit “4.30h” verwechselt, und wir hatten uns umsonst soviel Mühe gemacht. Somit begann die Fahrt nach Napoli (nun auf den Mittwoch terminiert) bereits am Dienstag! :-D

Am Dienstag waren wir dann letztendlich (womöglich, meine Erinnerung verblasst bereits *g*) immerhin noch an ein paar Orten. So haben wir in der Basilica Santa Maria Maggiore Bernini’s Grab bewundert (eine kleine Steinplatte zwischen Baldachin und Querschiff, für so einen großem Künstler doch enttäuschend), und waren (was viel spannender war) in der Basilica San Clemente al Laterano, wo die heute existente Kirche auf einer Kirche aus dem 11. Jahrhundert erbaut wurde. Und diese wiederum stand auf den Mauern einer Kirche aus dem 2. Jahrhundert oder so, und man konnte alle 3 (zusammen *g*) besichtigen. War echt interessant!

Da wir für einen späteren Tag den Besuch der Domus Aurea planten, aber wussten, dass man sich dafür vorab anmelden muss, haben wir diese aufsuchen wollen. Auch hier gilt: “wollten”, nicht “haben wir gemacht”! Wir sind fast eine Stunde durch einen kleinen Park gelatscht, wo das Ding gewesen sein soll. Aber keiner der anwesenden Gäste oder die dort stehenden Polizisten (!) konnten uns weiterhelfen, so dass wir irgendwann entnervt das Vorhaben beendet haben.

Abends hieß es dann: “Schnell ins Bett, morgen ist halb 4 dann 3.30h, und wir schaffen es, nach Napoli zu fahren!”
Und da der Text sonst jetzt zu lang würde, verschieb ich “Napoli e Pompeji” auf Teil 4, nach der Werbung, bitte schalten Sie nicht weg! Kann sich nur um Tage handeln! :-)


Aug 3 2008

Roma – Finale Grande: Teil 2 “Am Anfang war der Flug”

So, nachdem nun wohl hoffentlich jeder die Fotos gesehen hat, werde ich versuchen (weil ich jetzt auch mal ein paar Minuten zumindest Zeit habe), zu meiner Zeit in Rom etwas zu sagen. Von den jetzt erzählten Ereignissen bezieht sich allerdings nichts auf die Fotos…

Angefangen hat das Ganze am Sonntag in Deutschland, bei strahlendem Sonnenschein – heißt: gut 20°C, ich in kurzer Hose, Polo-Shirt, Sonnenbrille und meinen neu erworbenen wundervollen Nike-Leinenschuhen. War also rein optisch schon wunderbar gerüstet für das Unterfangen “Roma”.
Bin ja abermals von Dortmund aus geflogen, mit Easyjet. Hat letztes Mal ja ganz gut geklappt, die Flüge waren am ehesten bezahlbar (hin und zurück inkl. Transfer rund 90€) und die Sitze sind halbwegs bequem und beinfrei (wobei bei mir “halbwegs” immer noch “eng” bedeutet).
Über den Flug gibt es sonst nicht viel zu sagen, außer dass ich es durch meine Genialität geschafft habe, in der ersten Reihe zu sitzen, die sich (bedingt durch den Einstieg) bekanntermaßen durch extreme Beinfreiheit auszeichnet. Ein Negatives hat Easyjet allerdings: Die beknackten deutschen Touristen klatschen doch tatsächlich Mallorca-like nach der Landung. Ich war so peinlich berührt!

In Rom angekommen war das Gefühl dann recht angenehm: Statt der erwarteten 500°C im Steinofen waren es lediglich so 27°C bei leichter Bewölkung, für ein Weißbrot wie mich also wunderbar, um sich an das Klima zu gewöhnen.

Am ersten Abend (im Endeffekt war ich erst so 18h überhaupt richtig angekommen und halbwegs frischgemacht) sind wir dann in die Innenstadt gefahren, auf die Via Nazionale, um im “Doveralu” “Aperitivo” zu machen. Aperitivo heißt: Man kauft ein Getränk seiner Wahl (in unserem Fall Cocktails für 8€) und darf dazu dann kostenfrei an einem Buffet speisen. Für mich natürlich ein gefundenes Fressen, und so hab ich mir mit allerlei mediterranen Kleinigkeiten den Magen gefüllt. Da ich danach dann etwas fertig aussah (bedingt durch Wärme, die Reise, den Alkohol und das Essen; was man übrigens auch auf den Fotos hätte sehen können, hätte ich sie online gestellt :-D ), war der Abend dann gelaufen und wir sind nach unserer Rückkehr schnell ins Bett gegangen.

So, noch kurz ein Ausblick auf die nächsten “Folgen”:  Ich werde von diversen Erlebnissen in Rom erzählen am Montag, von unserem Napoli-Trip, der für Dienstag anstand, vom Nicht-Finden der Domus Aurea und dem Colosseo…um danach dann einen Schlenker zu machen in Hadrians Villa und diverse Ruinen antike Thermen. Und was mir dann noch einfällt *g*

PS: Ich befürchte, diese Story hier wird keinen vom Hocker reißen, aber vllt. findet sich ja noch was für die nächsten “Folgen” ;-)


Jul 28 2008

Roma – Finale Grande: Teil 1 “Fotos”

Eine Woche ist es nun her, dass ich aus Rom wieder gekommen bin. Eine lange Zeit, doch hab ich es erst heute geschafft, die insg. 1400 Fotos komplett auszusortieren und insgesamt 80 davon in die Galerie einzufügen.

Da ich natürlich nicht von allen Dingen Fotos machen konnte und vor allem nicht 300 Fotos hier einstellen wollte (die sich dann eh niemand angeschaut hätte), ist es eine beschränkte Auswahl geworden, ohne aber das Flair (nicht Ric!) zu verlieren. Schaut sie euch an, sind meiner Meinung nach ein paar echte Kracher bei.

Leider sind einige Fotos etwas klein geraten, ich bitte, darüber hinweg zu sehen, vllt. korrigier ich das bald mal ;-) Also, für alle Klickfaulen, wie immer, hier der Link zur Galerie und hier sogar der Link bis ins Album. Viel Spaß! Basta!

PS: Am Titel und dem “Teil 1″ ist wohl unschwer zu erkennen, dass ich mir noch einige kleinere Geschichten ausdenken werde, doch mein kreatives Hirn ist momentan müde, hungrig und will einfach nur noch ins Bett. Also, Fotos gucken!