3 Monate Napster-Flatrate – Versuch eines Fazits
In meinem Kalender ist für heute eine bemerkenswerte Erinnerung eingetragen: “Ende der Napster-Flatrate”. Okay, das Wort “bemerkenswert” muss man schon nüchtern-wörtlich betrachten, um jetzt meine Stimmung nicht fehlzudeuten – mir ist es mittlerweile egal. Doch von Anfang an:
Vor 3 Monaten las ich bei MyDealz (by the way: Beste Seite im Internet!) folgende Schlagzeile: “Napster diesmal 3 Monate kostenlos testen”. Napster, Napster…was war das noch gleich? Ach ja! Es war quasi das erste Programm, womit man per “peer to peer” Musikdateien innerhalb einer rechtlichen Grauzone auf der Grenze zur Illegalität runterladen konnte (ich selbst habe das natürlich nie gemacht und nur gut recherchiert!).
Seit einiger Zeit nun (9. Oktober 2003, so gut hab ich nämlich recherchiert
) gibt es bei Napster die Möglichkeit, im Rahmen einer Flatrate soviele Musikdateien (legal!) runterzuladen, wie man möchte. “Toll” mag man da denken. Und 3 Monate kostenlos testen hörte sich auch toll an. Also einfach mal angemeldet und angefangen, Musik runterzuladen.
Das Format bei dieser Flatrate ist leider WMA, was heißt, dass es per DRM geschützt ist – sehr ärgerlich, kann man doch so die Dateien nur einige wenige Male brennen und kopieren. Vor allem muss der Player, auf dem man es abspielen möchte, dieses DRM auch unterstützen, was zB bei vielen mobilen MP3-Playern schnell zum Problem wird.
Das viel größere Problem an der Sache ist aber: Wenn man dieses Abo irgendwann einmal kündigt, sind durch das DRM alle Lizenzen für die Musik futsch, denn diese gilt nur für die Dauer des Abos. Und da ich nicht vorhabe, bis 2065 (meinem geschätzten Todesjahr) ein Napster-Flatrate-Abo zu 10€/Monat zu haben, ist das Ganze nix für mich. Da hör ich lieber Radio!
Mein Fazit: Nette Spielerei, aber auf Dauer auch nicht richtig gut. Für umsonst hab ichs aber gern mitgenommen! Danke MyDealz für die Möglichkeit, das zu testen!