Ich könnte jetzt viel schreiben, was die letzten rund 36h passiert ist…tu ich womöglich auch noch. Nur wie anfangen? Chronologisch? An sich ne gute Idee, ist vielleicht auch das einfachste. Klasse Einfall, Danke! Werd ich machen. Also der Reihe nach:
Erstmal scheint es Samstag mit dem Daumendrücken ganz gut geklappt zu haben, die wunderbare deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den Franzos´ eindrucksvoll (wenn auch am Ende recht knapp) aus der Halle gefegt. In Dortmund, nicht in Halle, selbstverständlich. Der Wortwitz wäre auch zu lächerlich einfach gewesen
Danach kam eine fürwahr wahnsinnig lustige Reportage über Doreen. Die Doreen ist 22 und leider Hartz-IV-Empfängerin. Wenn sie nun einen Millionär zum Freund hätte, wär das kein Problem. Hat sie aber nicht, sondern Ronny. Und der ist auch Hartz-IV-Empfänger. Die Doreen hat übrigens noch eine 4-jährige Tochter. Ob die von Ronny ist, weiß ich nicht, aber tut auch nichts zur Sache. Und weil die beiden so wenig Geld haben, hat der Ronny eine echt geile Idee: Er schlägt Doreen vor, sie solle doch mal zu einem Vorstellungsgespräch gehen – im örtlichen Bordell! Jawohl, genau. Er schlägt ihr vor, dass sie ins Bordell gehen soll, anschaffen! Da bin ich ja schon fast geplatzt vor Lachen. Sie war dann da, hat sich von zwei Freiern pudern lassen (geiles Wort übrigens, das beste Wort aus 1,5h Nacktschnecken)…und findet dann, dass Anschaffen doch irgendwie nicht so ihr Ding ist. Okay, jetzt denkt man, dass der Ronny mit dem Töchterchen im Arm die arme gebeutelte Doreen wieder aufnimmt und das Hartz-IV-Leben weiter geht. Aber 1. kommt es anders, und 2. als man denkt. Der gute Ronny empfand es fortan für einige Wochen nämlich eklig, seine Doreen anzufassen, weil sie ja eine Prostituierte war. Wahnsinn! Der Typ schickt die ins Bordell, und nachdem ihr das nicht gefällt (komisch eigentlich *g*), findet er es eklig, sie zu berühren. Großes Tennis, was der Typ da spielt. Klasse Ronny! Und danke für soviele Lacher in einer so beknackten Reportage, mein Samstag war gerettet!
Danach gings zum Mannschaftsabend. Da wäre an sich nicht sonderlich erzählenswert gewesen, wäre nicht ein Vorfall eingetreten, der mich fast sämtliche Geschmacksnerven gekostet hätte. Der schelmische slowenische Mannschaftskollege hat nämlich netterweise die selbstgezüchteten und in Öl eingelegten Pepperoni seiner Eltern mitgebracht und zum Verzehr angeboten. Hört sich erst Mal nicht so dramatisch an, doch es sollte einige das Fürchten lehren. Wenn ein Slowene “sehr scharf” sagt, dann ist das auch “sehr scharf”. Ich hab grad keinen Globus zur Hand, aber Slowenien muss direkt neben Indien liegen, der Heimat des Schärfe-Paradieses.
Ich bin aber nicht blöd, ich kenn ja meine Probleme mit scharfem Essen – jeder kennt es: Ich krieg bei Schärfe Schluckauf, was für mich höchst unangenehm ist, meine Umwelt aber regelmäßig in ebenso höchstem Maße belustigt. Ich also nur mal mit dem kleinen Finger ein wenig ins Öl eingetaucht und den dann vorsichtig abgeleckt – und es war um mich geschehen. Wäre ich eine Comicfigur, hätte mein Kopf sofort begonnen zu rauchen. Ich wiederhole es nochmal: Ich habe keine Pepperoni gegessen, sondern lediglich das Öl probiert! Nun ja, ab dem Zeitpunkt der Kontamination brannten also meine Lippen, meine Zunge und mein gesamter Gaumen und es breitete sich ein wohlbekannter und stark verhasster Schluckauf aus…ungelogen, ich hatte 5 Minuten Schluckauf und noch weitere 5 Minuten mehr einen unglaublichen Brand in der Schnauze. Also dem lustigen Slowenen werd ich mit Sicherheit keine Pepperoni abkaufen! Außer als Scherzartikel, für mehr sind die glaub ich kaum geeignet.
Kurz vor Mitternacht fiel dann die Entscheidung, ins örtliche Tanzlokal (fortan “Löh” genannt) zu gehen. War soweit auch ganz lustig, viel zu erzählen gab es nicht. War um 4 zu Hause, habe einige Handballregeln näher erklärt bekommen und wurde zu einem Training eingeladen, um mal zu schauen, ob mir das Spielen soviel Spaß bereitet wie das Zugucken
Und der heutige Sonntag war rein handballerisch genauso gut wie der Samstag. Die Isländer mit ihrem blonden Spasti im Team, der nach einer Nicht-Entschuldigung nach einem Wurf ins Gesicht des guten Christian Zeitz 30 Minuten lang ausgepfiffen wurde bei jedem Ballkontakt, wurden eindrucksvoll und vollkommen ungefährdet besiegt, was uns nun in den kommenden Tagen ein hoffentlich weiteres spannendes Spiel im Viertelfinale bringt!
“Deutschland ist der geilste Club der Welt” …. so lautet Satz des Monats! Los, verbreitet die Nachricht durch die Republik und singt unsere Nationalmannschaft ins Finale!
…..Dann bis die Tage…