Roma – Finale Grande: Teil 3 “Montag, Napoli und Pompeji”
Nachdem ich beim letzten Mal ja von den Rahmenbedingungen, dem Flug und dem ersten Tag gesprochen habe, versuch ich jetzt mal, dem Titel auch weitere Worte folgen zu lassen.
Am Montag haben wir dann unsere kulturelle Mission gestartet mit dem Kauf der “archeologiecard”. Kostenpunkt: 22€. Vorteil: Ich hatte fortan für eine Woche die Möglichkeit, einige der bekanntesten Steinhaufen Thermen, Ruinen und Denkmäler zu besichtigen. Das Wetter hat sich auch etwas am normalen römischen Standard orientiert und schien mit rund 30°C und quasi wolkenfrei auf uns herab.
Den Anfang machte mal wieder das Foro Romano (wer sich an den Fotos orientieren möchte: Die Fotos 1-16 sind vom Montag
), wo wir allerdings nur durchgegangen sind, um zum Palatino zu kommen. Wer sich jetzt nähergehend zum Palatino informieren will, klicke bitte auf folgenden Link.
Es gab dort halt einen schönen Ausblick auf den Circo Massimo, (bei Vorhandensein eines Reiseführers) einige Infos zum ehemalig prachtvollen Areal, u.a. mit dem luxuriös ausgestattetem “domus augustana” – Spaß beiseite, wir haben da (zum Glück im Schatten) eine halbe Stunde angestanden, um ein “domus” zu sehen, was mehr eine “Sardinenbüchse” war…der Schlafraum des Kaisers Augustus war gefühlt in etwa so groß wie mein Flur!
Anschließend sind wir dann ins wohl bekannteste Theater der Welt gegangen, das Amphitheatrum Flavium. Der geübte Leser dieser Seite weiß natürlich, dass es sich dabei um das Colosseo handelt. War ganz interessant, das mal von innen gesehen zu haben, wenn man genug Vorstellungskraft hat, sich ein antikes Spektakel vorzustellen
Aber durch das Stehlen von Bausubstanz über die Jahrhunderte, um andere Bauprojekte Roms zu gewährleisten, hat das Colosseo zwar sein charakteristisches Flair gewonnen, aber die wohl großartigste Arena aller Zeiten verloren.
Nach dem Colosseo sind wir dann zu einem weiteren berühmten Ort gegangen: Den “Therme di Caracalla”. Erbaut so um 200 nach Christus, von den Goten im 5. Jhd. allerdings zerstört. Und so sah es auch aus, wie man auch ansatzweise auf den Fotos erkennen kann: Hoch gebaute Ruinen, nur mit extrem viel Phantasie zu einer Therme puzzlebar. Von außen sah der Bau sehr beeindruckend aus, da die Außenmauern sogar noch größtenteils vorhanden waren, doch im inneren war nur noch Gras, Kies und Erde…
Am Abend haben wir dann nicht mehr viel gemacht (falls doch, wird das per Kommentar ergänzt hoff ich
), da es am Dienstag nach Pompeji und Napoli gehen sollte. “Gehen sollte”, weil: Wir mussten um 3.30h aufstehen, um um 6.00h morgens den Zug vom Termini (Hauptbahnhof) nach Napoli zu erwischen, damit wir ab 9.15h die Hauptstadt Kampaniens unsicher machen könnten.
Wir also brav um 23h im Bett gewesen, Wecker auf “halb 4″ gestellt und schlafen gegangen. Nun ja, der Wecker klingelt, ich wache auf – schaue auf die Uhr, und sofort merke ich, dass ich Scheisse gebaut hab. Ich hab “halb 4″ mit “4.30h” verwechselt, und wir hatten uns umsonst soviel Mühe gemacht. Somit begann die Fahrt nach Napoli (nun auf den Mittwoch terminiert) bereits am Dienstag!
Am Dienstag waren wir dann letztendlich (womöglich, meine Erinnerung verblasst bereits *g*) immerhin noch an ein paar Orten. So haben wir in der Basilica Santa Maria Maggiore Bernini’s Grab bewundert (eine kleine Steinplatte zwischen Baldachin und Querschiff, für so einen großem Künstler doch enttäuschend), und waren (was viel spannender war) in der Basilica San Clemente al Laterano, wo die heute existente Kirche auf einer Kirche aus dem 11. Jahrhundert erbaut wurde. Und diese wiederum stand auf den Mauern einer Kirche aus dem 2. Jahrhundert oder so, und man konnte alle 3 (zusammen *g*) besichtigen. War echt interessant!
Da wir für einen späteren Tag den Besuch der Domus Aurea planten, aber wussten, dass man sich dafür vorab anmelden muss, haben wir diese aufsuchen wollen. Auch hier gilt: “wollten”, nicht “haben wir gemacht”! Wir sind fast eine Stunde durch einen kleinen Park gelatscht, wo das Ding gewesen sein soll. Aber keiner der anwesenden Gäste oder die dort stehenden Polizisten (!) konnten uns weiterhelfen, so dass wir irgendwann entnervt das Vorhaben beendet haben.
Abends hieß es dann: “Schnell ins Bett, morgen ist halb 4 dann 3.30h, und wir schaffen es, nach Napoli zu fahren!”
Und da der Text sonst jetzt zu lang würde, verschieb ich “Napoli e Pompeji” auf Teil 4, nach der Werbung, bitte schalten Sie nicht weg! Kann sich nur um Tage handeln!