Dez 7 2007

Mein Block(seminar)

Ich habs zwar schon allen möglichen Leuten erzählt, aber man kanns ja auch mal aufschreiben, ist schon irgendwie erzählenswert…

Angefangen hat die Story an sich irgendwann im Juli … Anmeldung für ein ABWL-Seminar. Vorläufig zugelassen wurde ich dann im August mit der Prämisse, (im Endeffekt) am 21.11. einen Einstiegstest schreiben zu müssen, der mich dann letztendlich bei Bestehen für das Blockseminar (5.-7.12., also gestern bis morgen) qualifiziert.

Etwa bis 2 Tage vor diesem Test hatte ich aber nicht so richtig für nötig gehalten, mir die Referenz-Literatur zu besorgen. Da aber noch etwas Zeit war, bestand somit kein Problem – der Test ging auch nur über einen 50-Seiten-Text, alles easy.

Dummerweise war ich aber an jenem Montag, den 19.11., bei meinem wundervollen Nebenjob, und ein Kollege hatte, weil die Mutter des Kinds krank war, seinen 4 Monate alten Sohn mitgebracht. Nicht sonderlich spektakulär eigentlich. War übrigens in der Woche, wo ich + Vater + Heinz tapeziert haben!

Dienstag dann folgenden Plan geschmiedet: Mittwochs mit den beiden die Wohnung tapezieren bis rund 13h, dann in der Fachschaft die Literatur abholen, durcharbeiten und um 16 Uhr den Test schreiben. Soweit, so gut!

Hab dann auf der Arbeit angerufen, um das Arbeiten für Mittwoch Vormittag abzusagen. Wurde dann zwar als nicht optimal, aber möglich beantwortet, “weil 2 wegen der Sache mit dem Kind jetzt krank seien, Magen-Darm-Probleme”. Puh, zum Glück bin ich bei so was nicht so anfällig und hab mich gefreut, dass der Plan aufzugehen schien.

Kurz gesagt: Dienstag auf Mittwoch bekam natürlich auch ich genau diese Magen-Darm-Probleme, so dass es mir am Mittwoch (21.11., Tapezieren, Test) unmöglich war, nur ansatzweise Richtung Düsseldorf zu fahren. Hab den Test also verpasst, Damn!!! Und das Tapezieren natürlich auch, aber das war nur sekundär. Und auch das Gucken von einigen Filmen hat mich nicht darüber hinwegtrösten können.

Donnerstag und Freitag hab ich mich dann wieder getraut und halbwegs fähig gefühlt, beim Tapezieren zu helfen, Samstag (24.11.) bin ich ja umgezogen. Und da Montag meine Schwester Geburtstag hatte (und noch so viel in der Wohnung zu tun war), hab ich es erst Dienstag (27.11.) geschafft, mich beim Lehrstuhl zu melden, mein Fehlen zu entschuldigen und zu erklären, und hab demütig nach einer Nachschreibemöglichkeit gefragt.

Das wurde mir dann so beantwortet, dass für Freitag (30.11.) ein Nachschreibetermin veranschlagt wurde. Weltklasse! Waren wohl genug andere auch nicht da gewesen. Mich voll gefreut, die Literatur besorgt, durchgearbeitet und Freitag da hingegangen zum Lehrstuhl.
Tja, die Menschenmassen, die den Test verpasst hatten, waren dann ich und noch ein anderer! Zwei Personen! Sah das schlecht aus…

Na ja, Test bestanden, gestern den ganzen Tag Gruppenarbeit gemacht zur zu behandelnden Fallstudie (Hallo Georg, Volker, Christian und Thomas, ja irgendwann habt ihr mich dann auch mal da sitzen sehen!)…doch der Haken war: Die Fallstudie und die Lösung der Aufgaben musste auch noch (heute, Donnerstag) präsentiert werden…tja, und es war ein wenig wie im Comic:
Bei der Frage “Freiwillige vor!” sind alle außer mir zurückgetreten…etwas weniger bildlich könnte man es wohl so beschreiben: Ich war der Letzte, der “ich nicht!!!!!” gesagt hat…und durfte dementsprechend heut Morgen das Ganze präsentieren.

War im Endeffekt aber kein großer Aufwand und auch kein Drama. Da ich in solchen Situationen aber auch nicht erprobt bin, war ich vorher etwas unsicher, auch wenn ich wusste, welche Fehler ich nicht machen wollte.

Hat aber alles sehr gut geklappt, kam gut zurecht, hab nicht gestottert oder nur rumge-ähm-t und die Fakten in gut formulierten Sätzen fehlerfrei und flüssig vorgetragen. War positiv von mir selbst überrascht!

So, und morgen ist dann der letzte Tag mit einer zweiten Fallstudie…da kann ich mich dann zurücklehnen, dann hab ich beim “Zurücktreten” schon mal einen Vorsprung :-D